Ministerrat nominiert neues OeNB-Direktorium

Das neue OeNB-Direktorium: Thomas Steiner, Robert Holzmann, Gottfried Haber, Eduard Schock (von links)

Das neue OeNB-Direktorium: Thomas Steiner, Robert Holzmann, Gottfried Haber, Eduard Schock (von links)

Am Mittwoch, 30. Jänner wird im Ministerrat das neue Direktorium der OeNB nominiert. Das Führungsquartett wird künftig aus Robert Holzmann (Gouverneur), Gottfried Haber (Vizegouverneur) sowie den Direktoren Thomas Steiner und Eduard Schock bestehen.

Am heutigen Mittwoch, 30 Jänner, nominiert der Ministerrat das neue Direktorium der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB). Das neue Führungsquartett, bestehend aus Gouverneur, Vizegouverneur und zwei Direktoren, wird auf den Vorschlag von Finanzminister Löger hin künftig aus Robert Holzmann, Gottfried Haber, Thomas Steiner und Eduard Schock bestehen.

Mit der Nominierung folgt die Bundesregierung der Empfehlung des Generalrats, der den von der FPÖ gestellten Robert Holzmann als Nachfolger von Ewald Nowotny zum Gouverneur der OeNB, den von der ÖVP gestellten Ökonomen Gottfried Haber als Vizegouverneur sowie Thomas Steiner (ÖVP) und Eduard Schock (FPÖ) als Direktoren der Nationalbank vorgeschlagen hat.

Die Ernennung des neuen OeNB-Direktoriums wird durch Bundespräsident Alexander Van der Bellen erfolgen.


Das neue OeNB-Direktorium

Als Bestandteil des Europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB) gestaltet die Nationalbank die wirtschaftliche Entwicklung in Österreich und im Euro-Währungsgebiet mit. Sie agiert dabei unabhängig und weisungsfrei. Das vierköpfige Direktorium muss bei der Verfolgung der Ziele und Aufgaben des ESZB den Leitlinien und Weisungen der EZB folgen.

Robert Holzmann, Gouverneur

Robert Holzmann, OeNB-Gouverneur

Robert Holzmann, OeNB-Gouverneur

Ewald Nowotnys Funktionsperiode als OeNB-Gouverneur läuft nach elf Jahren aus. Sein Nachfolger, der 69-jährige Robert Holzmann, war von 1997 bis 2011 Direktor bei der Weltbank. Holzmann studierte Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Graz, Grenoble, Bristol und Wien. Er war zudem außerordentlicher Professor an der Universität Wien und ordentlicher Professor an der Universität des Saarlandes sowie Direktor des dortigen Europainstituts.

Der künftige OeNB-Gouverneur war außerdem als Ökonom bei der OECD in Paris und beim IWF in Washington tätig. Er ist als Pensionsexperte weithin bekannt und arbeitete in den Bereichen Sozialpolitik, Wirtschaftspolitik und Finanzwirtschaft.


Gottfried Haber, Vizegouverneur

Gottfried Haber, OeNB Vizegouverneur

Gottfried Haber, OeNB Vizegouverneur

Gottfried Haber absolvierte ein Studium der Volkswirtschaftslehre und der Betriebswirtschaftslehre an der WU Wien und promovierte dort zum Doktor der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Der 46-jährige Ökonom ist seit vielen Jahren Mitglied des Generalrates der OeNB und seit 1. November 2018 Präsident des Fiskalrates. Haber ist außerdem an der Donau-Universität-Krems als Leiter des Zentrums für Management im Gesundheitswesen tätig und Vizedekan der Fakultät für Gesundheit und Medizin.


Thomas Steiner, Direktor

Thomas Steiner, OeNB Direktor

Thomas Steiner, OeNB Direktor

Der gebürtige Niederösterreicher Thomas Steiner absolvierte ein Studium der Technischen Mathematik an der TU Wien und dissertierte ebendort in Finanzmathematik. Seit 2013 ist der 39-jährige Steiner Geschäftsführer der Österreichischen Bundesfinanzierungsagentur (OeBFA), die für das Schuldenportfoliomanagement und die Kassenverwaltung des Bundes zuständig ist.


Eduard Schock, Direktor

Eduard Schock, OeNB Direktor

Eduard Schock, OeNB Direktor

Zweiter Nationalbank-Direktor wird der 59-jährige Eduard Schock, bisher FPÖ-Finanzsprecher und nicht amtsführender Wiener Stadtrat für Finanzen, Wirtschaft und Internationales. Schock absolvierte die Studien der Rechtswissenschaften und der Volkswirtschaftslehre an der Universität Wien. Anschließend war er als Universitätsassistent bei Univ.-Prof. Wenger an der Abteilung für Wirtschaftsrecht tätig. Danach war er Büroleiter des Staatssekretärs im Finanzministerium. Ab 1991 arbeitete Schock im Bereich Risikomanagement, Treasury sowie als Analyst im Länderresearch bei der CA-BV (später Bank Austria).

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