Milliarden-Finanzspritze soll Euro Disney neuen Glanz verleihen

Mickey und Minnie lockten bereits 275 Millionen Gäste ins Disneyland Paris. Doch die Besucherzahlen lassen nach, der Unterhaltungspark Euro Disney hat Schulden in Höhe von 1,75 Milliarden Euro angehäuft. Jetzt springt der Mutterkonzern Walt Disney ein und hilft mit einer Milliarden-Finanzspritze. Die Börse in Paris reagierte empfindlich, der Kurs von Euro Disney lag 16 Prozent im Minus.

Milliarden-Finanzspritze soll Euro Disney neuen Glanz verleihen

Der Unterhaltungspark Euro Disney erhält eine Finanzhilfe über eine Milliarde Euro. Insbesondere der mit 40 Prozent beteiligte Mutterkonzern Walt Disney greift dem östlich von Paris ansässigen Unternehmen bei einer Kapitalerhöhung und einer Umschuldung unter die Arme. Wie dessen Management am Montag mitteilte, sollen die frischen Mittel ins laufende Geschäft investiert werden, um die Besucherzahl zu erhöhen. Euro Disney ist der größte Touristenmagnet in Europa. Seit dem Start 1992 kamen 275 Millionen Gäste. Das Unternehmen spürt allerdings das schwache wirtschaftliche Umfeld und hat mittlerweile einen Schuldenberg von 1,75 Milliarden Euro aufgehäuft.

Geplant ist zum einen eine Geldspritze über 420 Millionen Euro. Davon sollen gut 350 Millionen Euro mit dem Verkauf neuer Aktien erzielt werden. Bezugsberechtigt sind alle Aktionäre. Sollten sich nicht genügend Interessenten finden, übernimmt Walt Disney die restlichen Papiere, damit die angepeilte Summe zustande kommt. Ob der zweitgrößte Eigner - der saudiarabische Prinz Alwalid bin Talal mit einer Beteiligung von aktuell zehn Prozent - mitzieht, ist nach Auskunft von Euro Disneys Finanzchef Mark Stead noch nicht ausgemacht. Ferner trägt der Mutterkonzern zum Schuldenabbau bei. Verbindlichkeiten der Tochter über 600 Millionen Euro bei Walt Disney sollen in Firmenanteile umgewandelt werden.

An der Pariser Börse reagierten Anleger mit massiven Verkäufen auf die mögliche Verwässerung ihrer Beteiligungen. Der Kurs von Euro Disney lag 16 Prozent im Minus.

Erste Group CEO Willibald Cernko

Erste Group CEO Willibald Cernko: "Wir sollten uns nicht so fürchten"

Der neue Erste-Group-Chef Willibald Cernko im trend. INTERVIEW über …

Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher

Arbeits- und Wirtschaftsminister Kocher: "Kein Grund für Panik"

Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher über die Energiekrise und …

Martin Selmayr, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich.

Martin Selmayr: „Der Rubel ist auf der Intensivstation“

Martin Selmayr, Leiter der EU-Kommissions-Niederlassung in Österreich, im …

Das Stammwerk der Egger Unternehmensgruppe in st. Johann in Tirol.

Egger Group: Ein Imperium aus Spanplatten und Holzwerkstoffen

Die Egger Group mit Stammsitz in St. Johann in Tirol stellt Span- und …