Microsoft streicht weitere 7.800 Jobs

Microsoft streicht weitere 7.800 Jobs

Software-Riese Microsoft streicht jede 15. Stelle im Konzern.

Microsoft will erneut massiv Arbeitsplätze streichen: In den kommenden Monaten sollen 7.800 Stellen wegfallen. Betroffen sei vor allem das Telefon-Hardware-Geschäft. Ob am österreichischen Standort Jobs eingespart werden, konnte ein Sprecher noch nicht sagen.

Microsoft setzt erneut zum Kahlschlag an. Der weltgrößte Software-Hersteller kündigte am Mittwoch an, in den nächsten Monaten 7800 Stellen abzubauen. Betroffen sei nach dem Kauf des Handy-Pioniers Nokia vor allem das Telefon-Hardware-Geschäft. Microsoft hat derzeit rund 118.000 Mitarbeiter, die Hälfte davon in den USA.

In Österreich hat Microsoft rund 400 Mitarbeiter und mit Wien und Graz zwei Standorte. Ob Österreich vom neuerlichen Stellenabbau betroffen ist, könne zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesagt werden, so Pressesprecher Thomas Lutz zur APA. Von der ersten Kündigungswelle war die österreichische Niederlassung nicht betroffen. Seit 1. Juli hat Microsoft Österreich mit Dorothee Ritz wieder eine Frau an der Führungsspitze.

Erst 2014 fielen 18.000 Arbeitsplätze weg

Erst vor einem Jahr hatte der für seine Windows-Programme bekannte US-Konzern mit dem Wegfall von 18.000 Arbeitsplätzen den größten Stellenabbau seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 1975 angekündigt. Microsoft teilte zudem mit, 7,6 Milliarden Dollar auf das übernommene Nokia-Geschäft abzuschreiben. Hinzu kämen Restrukturierungskosten von 750 bis 850 Millionen Dollar. An der Börse kamen die Sparmaßnahmen gut an: Microsoft-Papiere verteuerten sich um knapp ein Prozent.

Der Konzern investiert derzeit viel Geld ins zukunftsträchtige Cloud-Computing, also der Auslagerung von Speicher- und Rechendienstleistungen ins Internet. Hier konkurriert Microsoft unter anderem mit SAP, IBM und Amazon. Wegen der Investitionen ging der Gewinn zuletzt deutlich zurück. Der Verkauf von Windows-Programmen schwächelt, weil weniger herkömmliche Computer verkauft werden. Und bei Tablets und Smartphones hinkt Microsoft der Konkurrenz hinterher.

Brigitte Ederer

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