Michael Tojner will für Montana Aerospace Geld von der Börse

Der österreichische Investor Michael Tojner will für die Montana-Luftfahrtsparte 400 Millionen Euro über einen Börsegang einnehmen. Die Erstnotiz soll noch im 2. Quartal an der Züricher Börse erfolgen.

Michael Tojner will für Montana Aerospace Geld von der Börse

Menziken/Zürich/Wien. Mitten in der größten Luftfahrtkrise seit Jahrzehnten peilt der Zulieferer Montana Aerospace des österreichischen Investors Michael Tojner einen Börsengang an der Schweizer Börse SIX an. Mit dem Erlös aus der Transaktion will das Unternehmen Zukäufe in der vor einer Konsolidierung stehenden Branche finanzieren, wie Montana Aerospace am Freitag mitteilte.

Im Rahmen der von Berenberg, der Zürcher Kantonalbank und der Commerzbank organisierten Transaktion will Montana Aerospace im Verlauf des zweiten Quartals brutto rund 400 Millionen Euro bei Investoren einsammeln. Zwei Großanleger, darunter M&G Investments, hätten sich verpflichtet, Titel im Wert von insgesamt 113 Millionen Euro zu zeichnen.

Montana Aerospace beliefert die Flugzeughersteller Airbus und Boeing sowie viele andere mit Bauteilen aus Aluminium, Titan, Verbundwerkstoffen, Stahl und Kupfer, zählt aber auch Autobauer zu seinen Kunden. Experten zufolge könnte das Unternehmen mit rund 4.800 Mitarbeitern auf einen Börsenwert von rund einer Milliarden Euro kommen.

Angesichts der Coronavirus-Krise sank der Umsatz der Gesellschaft 2020 auf rund 614 Millionen Euro, das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) auf 45 Millionen Euro. Dank eines prall gefüllten Auftragsbuchs rechnet der Börsenkandidat nun aber mit einer Erholung. Zur Montana Aerospace Group gehören neben der Schweizer Traditionsfirma Alu Menziken auch die Bereiche Metal Tech und Asta.

"In der Luft- und Raumfahrtindustrie ist ein großer Konsolidierungsprozess im Gange, mit massivem Druck seitens der Kunden, die Komplexität einer extrem fragmentierten Lieferkette zu reduzieren", sagte Firmenchef Markus Nolte der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Zahl der derzeit Abertausenden von Lieferanten dürfte sich deutlich reduzieren. Die Kunden wollten mit weniger Zulieferern zusammenarbeiten. Rund 60 Prozent des Erlöses aus dem Börsengang sollen in Übernahmen fließen, der Rest in organisches Wachstum, erklärte Finanzchef Michael Pistauer. Montana Aerospace habe gegenwärtig mehrere Ziele rund um den Globus auf dem Radar.

Montana Aerospace ist Teil der von Tojner kontrollierten Montana Tech Components Gruppe. Die beiden anderen Divisionen sind die deutsche Batteriehersteller Varta sowie Aluxflexpack. Die Schweizer Firma, die im Juni 2019 an die Schweizer Börse ging, stellt Verpackungen aus Aluminium- und Plastikfolien für die Lebensmittel-und Pharmabranche her. Montana Tech Components will auch nach dem IPO die Mehrheit am Luftfahrt-Zulieferer halten.

In der Schweiz herrschte abgesehen von zwei Abspaltungen seit 2020 bei Börsengängen Flaute. Doch inzwischen hat sich das Geschäft belebt. Am Donnerstag will der Pharmazulieferer PolyPeptide sein Debüt an der SIX geben. Reuters hatte bereits im Februar über die Börsenpläne von Montana Aerospace berichtet.

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Agatha Kalandra ist seit 2016 Partnerin und Leiterin des Management-Consulting-Teams von PwC Österreich und Member of the Management Board. Sie verfügt über einen MBA in Controlling und Finance und mehr als 25 Jahre Berufserfahrung. Ihr Fokus liegt auf Finance-Transformation, HR-Transformation und Sustainability.

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