Metro teilt sich auf: Aktie schießt in die Höhe

Metro teilt sich auf: Aktie schießt in die Höhe

Auch die Mitarbeiter sollen von der Aufspaltung profitieren, sagt Metro-Chef Olaf Koch.

Der Handelsriese Metro will sich aufspalten, die namensgebenden Cash&Carry-Märkte und die Elektrohandelskette Media-Saturn sollen getrennte Wege gehen. An der Börse kommt diese Meldung gut an, die Aktie legt am Morgen zweistellig zu.

Metro prüft eine Aufteilung des Konzerns in zwei unabhängige, börsennotierte Geschäftseinheiten, teilte der Düsseldorfer Konzern am Mittwoch mit: Der Handelsriese will sich also aufspalten. Das Großhandels- und Lebensmittelgeschäft um die Cash&Carry-Märkte und die Real-Supermärkte sollen auf eine neue Gesellschaft übertragen werden, bei der heutigen Metro solle die Elektronikhandelskette Media-Saturn verbleiben. Durch die Aufspaltung sollten beiden Teilen neue Wachstumsperspektiven eröffnet werden. Zudem soll der Börsenwert deutlich gesteigert werden.

Unter anderem muss aber der Aufsichtsrat den Plänen noch zustimmen, die dann bis Mitte 2017 umgesetzt werden könnten. Die Großaktionäre Haniel, Schmidt-Ruthenbeck und Beisheim unterstützten das Vorhaben, zwei unabhängige Unternehmen zu schaffen. "Wir begrüßen die strategische Entscheidung", sagt ein Haniel-Sprecher.

Metro-Aktie schießt in die Höhe

An der Börse kam die Bekanntgabe gut an: Die Metro-Aktien schossen um bis zu 10,3 Prozent auf ein Zweieinhalb-Monats-Hoch 27,09 Euro in die Höhe und setzten sich an die Spitze des Nebenwerteindex MDax. Die Invesoren hoffen, dass die einzelnen Unternehmensteile für sich betrachtet mehr wert seien als im Verbund. "Grundsätzlich werden solche Aufspaltungen deshalb an der Börse gerne gesehen", sagt ein Händler.

Auch Metro-Chef Olaf Koch sprach von einem Mehrwert für die Aktionäre. Die neue Struktur schaffe auch Möglichkeiten für Übernahmen. Die Aufspaltung solle bis Mitte 2017 umgesetzt werden, die Aktionäre sollten dann über einen Aktiensplit Anteilsscheine der beiden neuen Gesellschaften in ihren Depots haben.

Der historische Zeitpunkt ist gekommen

Generell sieht Koch in der Aufspaltung des Konzerns einen Befreiungsschlag für beide Teile. "Jetzt ist der historische Zeitpunkt gekommen", sagt Koch: Es entstünden zwei leistungsstarke, unabhängige und börsennotierte Handelsgruppen, die in ihren Segmenten führend seien. "Die Struktur ist deutlich fokussierter", sagt er.

Wenn die Pläne bis Mitte 2017 umgesetzt werden, sollen die Aktionäre über einen Aktiensplit Anteilsscheine der beiden neuen Gesellschaften in ihren Depots haben. Auch für die Beschäftigten seien die Pläne positiv, sagt Koch: Durch Wachstum der beiden neuen Unternehmen würden neue Arbeitsplätze entstehen. Beide neue Ketten sollten ihren Sitz in Düsseldorf haben, auch die Media-Saturn-Zentrale in Ingolstadt bleibe erhalten.

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