Welcher Wettbewerb?

Welcher Wettbewerb?

Ich bin ein Fan von freiem Wettbewerb. Wenn das Spiel der Marktkräfte so funktioniert, wie es soll - was gibt es Schöneres?

Als Fan dieses freien Spiels wurde ich diese Woche hellhörig, als die Interessenvertretung der heimischen E-Wirtschaft davor warnte, dass nunmehr von der Regierung das Ende des freien Wettbewerbs eingeläutet werde.

Was war passiert? Ein neues Wettbewerbsgesetz verlangt von Energieversorgern, nachzuweisen, dass ihre Preise tatsächlich gerechtfertigt sind, sollten diese eine gewisse Höhe übersteigen. Nun mag diese Nachricht in einem Markt, wo Wettbewerb funktioniert, tatsächlich alarmierend sein. Immerhin könnten Unternehmen dazu gezwungen werden, ihre Kalkulationen öffentlich zu machen. Für die Konkurrenz ein gefundenes Fressen! Nur funktioniert dieser Wettbewerb am heimischen Energiemarkt leider nicht.

Marktbeherrschende Unternehmen drehen nach Belieben an der Preisschraube, und das bei Produkten, um die Konsumenten nur schwer bis gar nicht umhinkommen. 2011 stiegen die Gaspreise in der EU um 13 Prozent, in Österreich gar um 20 Prozent. Als Fan des freien Wettbewerbs frage ich mich da: Wieso eigentlich?

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