Wächst der Bauch, wächst die Wirtschaft

Florian Horcicka über ein königliches Konjunkturpaket.

Manchmal geht es ganz einfach. Statt ausgeklügelter Konjunkturprogramme und Steuerreformen bedarf es scheinbar nur einer simplen Schwangerschaft, um die Konjunktur anzukurbeln. So geschehen im Vereinigten Königreich. Kaum war die Nachricht der Schwangerschaft von Herzogin Kate Middleton offiziell, taten Ökonomen die belebende Wirkung dieses anderen Umstands auf die britische Wirtschaft kund. Die royale Euphorie soll das BIP um 0,2 Prozent zusätzlich steigen lassen. Kaum auszudenken, wenn Kate sogar Zwillinge bekäme. Motto: Wächst der Bauch, wächst die Wirtschaft.

Ähnliche Prognosen gibt es seit der Märchenhochzeit von Prinz Charles und Diana im Jahr 1981. Damals drehte die englische Wirtschaft immerhin von einem Minus von 1,8 Prozent bis knapp an die Null-Linie. Fakt ist: Zumindest Souvenirverkäufer jubeln. Ein Keramikhersteller im englischen Stoke-on-Trent hat bereits mit der Produktion von Teehäferln mit der Aufschrift „A royal baby in 2013“ begonnen. Was bedeutet das für Österreich? Mangels König oder Kaiser leider gar nichts. Bleiben also nur die Konjunkturprogramme des bürgerlichen Prinzenpaars Mitterlehner und Fekter. Dafür ist bei uns das Wetter besser. Na ja.

- Florian Horcicka

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