V wie Vakuum

V wie Vakuum

Wie man weiß, ist Finanzministerin Maria Fekter eine Freundin klarer Worte. Auch in diesem Fall ließ sie schon frühzeitig keinen Zweifel an ihrer Präferenz: Stephan Koren ist ihr Wunschkandidat als Chef der eben teilverstaatlichten ÖVAG.

Das wissen wir nun schon seit zwei Monaten, und dennoch - nichts passiert. Vakuum. Genauso wie die interessierte Öffentlichkeit wenige Wochen vorher darüber informiert wurde, dass Ex-EZB-Bankerin Gertrude Tumpel-Gugerell ins Aufsichtsratspräsidium der Bank einziehen solle. Daraus wurde auch nichts.

Als mitleidender Steuerzahler, der immerhin um nahezu eine Milliarde Euro erleichtert wurde, um das Institut zu retten, fühlt man sich dadurch gefrotzelt. Nicht nur dass der Proporz offenbar wieder fröhliche Urstände feiert, weiß anscheinend die Linke nicht, was die Rechte tut und umgekehrt. Kann es sich die Regierung in dieser kritischen Situation wirklich leisten, derart dilettantisch mit Staatseigentum zu verfahren?

Sollte nicht gerade jetzt so rasch wie möglich der beste Mann / die beste Frau - ungeachtet der Couleur - an die Spitze der Bank gesetzt werden und zusehen, dass er / sie rettet, was noch zu retten ist?

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