@Stronach – Statt Wahlkampf

@Stronach – Statt Wahlkampf

Da keppelt er nun, mit einem 20-Millionen-Euro-Verstärker ausgestattet. Viel warme Luft wird Frank Stronach in den nächsten Monaten über uns ausschütten, und spätestens im Winter 2013 wird der ganze Zauber verpufft sein.

Irgendwann werden wir aufwachen und bemerken, dass uns auch die Heilsversprechungen des Milliardärs nicht errettet haben. Franks Wahlkampf wird ein letztendlich gescheitertes Projekt sein, ebenso wie Trabrennbahn, Fußballwunder oder die nie realisierte Weltkugel-Erlebniswelt. Zehn Prozent im Parlament, that’s it. Und was dann?

Traurig, dass ein Mann, der sich das halbe Land kaufen könnte, seine Tat- und Finanzkraft nicht sinnstiftender einsetzt. Statt großspurig über den Kauf der ÖBB nachzudenken, hätte er schon längst, so wie Hans Peter Haselsteiner, eine flotte Privatbahn auf Schienen setzen können. Falls ihm so ein Projekt zu klein dimensioniert ist, bitte sehr: Die russische Breitspur-Eisenbahn wartet auf Verlängerung nach Wien. Das Projekt ist machbar, die Russen wollen ihre Container gern von Wladiwostok direkt bis Wien schicken. Zum Dank nennen wir die Neue Bahn auch gern nach ihrem Breitspur-Financier!

Nicht nur in Mobilität, auch in Bildung ließe sich trefflich Geld stecken. Nicht kleckern, sondern klotzen! Nicht gnadenhalber einzelne Lehrstühle subventionieren, sondern, bitte, gleich eine neue, richtige, große und schöne Universität bauen. Das geht sich locker aus, und da hätten dann zur Abwechslung nicht ein paar abgehalfterte Politiker und ein Dutzend Marketingfuzzis was davon, sondern Tausende unverbildete, frische, heimische Talente.

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