Strache vs. Wolf: Eine Niederlage

ORF-Starjournalist Armin Wolf gestaltet sie als Kampfhandlung und Härtetest für die geladenen Kandidaten. Wolfs einziges Ziel scheint es dabei zu sein, den „Gegner“ aufs Glatteis zu führen, eine Schwäche zu finden und bloßzustellen. Mit politischem Diskurs hat all das wenig zu tun. Leider!

Strache vs. Wolf: Eine Niederlage

Den bisherigen Höhepunkt dieser Programmgestaltung markierte der Fernsehkampf HC Strache gegen Armin Wolf. Dabei tappte der ORF allerdings in eine Falle: Wolf versuchte krampfhaft, den FPÖ-Chef mit altbekannten Nazi-Vorwürfen und kleinen Details sämtlicher Unappetitlichkeiten aus vergangenen Zeiten aus der Reserve zu locken. Ergebnis: Ein peinliches Hick-Hack – die politischen Inhalte blieben wie immer auf der Strecke.

HC Strache spielt eine derartige Interviewführung in die Hände, das war auch bei Jörg Haider nicht anders. Die ewig gleichen Angriffe auf die FPÖ ist Strache gewohnt, das ist sein tägliches Geschäft. Für die Zuschauer ist das langweilig, weil vorhersehbar. Mittlerweile weiß jeder, dass es HC Strache mit der Abgrenzung zum Nationalsozialismus nicht allzu genau nimmt. Auch dass er es zulässt, dass sich braune Schmuddelkinder auf seiner Facebook-Seite tummeln, ist bekannt. Und das Thema Mensur wurde auch schon x-mal durchgefochten.

Richtig unangenehm könnte es für HC Strache aber werden, wenn sich ein Journalist tatsächlich einmal auf einen wirklichen politischen Diskurs mit ihm einlassen würde. Wenn es einmal nur um politische Inhalte geht. Dann würden die Zuschauer nämlich rasch erkennen, dass wirtschaftliche und soziale Kompetenz nicht die Stärken der Blauen sind. Beim ORF werden wir das aber vermutlich nicht mehr erleben…

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