So einfach könnte Budgetsanierung sein

So einfach könnte Budgetsanierung sein

Wir stecken noch immer in der wohl größten Wirtschaftskrise der Zweiten Republik und blicken in ein mehrere Milliarden Euro großes Budgetloch.

Um die Probleme zu meistern, sind große Anstrengungen nötig. Alle müssen ihren Beitrag leisten. Alle? Nein, Luxusrentner wollen nicht einsehen, dass auch sie ihren Beitrag leisten müssen. Zur Klarstellung: Gemeint sind nicht die Bezieher von Mindestpensionen oder ASVG-Rentner mit weniger als 3.000 Euro pro Monat, sondern die so genannten "Pensions-Bonzen“.

Darunter fallen tausende Österreicher aus dem geschützten Bereich, die es als ihr unantastbares Recht ansehen, Monat für Monat eine Superpension in der Höhe von 70, 80 oder 85 Prozent des Letztbezugs zu kassieren. Arbeitslosigkeit und Finanzkrise sind für sie Science-Fiction. Gemeint sind nicht nur Ex-Nationalbanker mit 30.000 Euro Spitzenpensionen, sondern auch die vielen Abkassierer aus Sozialversicherungen (SVA) und Kammern . Die ASVG-Höchstpension liegt bei rund 3.000 Euro. Ein SVA-Pensionist erhält im Schnitt 3.150 Euro.

Geändert werden könnte dieser eklatante Misstand sehr leicht: Mit einem Verfassungsgesetz, dass die Superrentner zu einem Solidarbeitrag von 20 Prozent verpflichtet. So ein zeitlich befristeter Obolus ist sicher kein Grund zur Freude, doch einem Luxuspensionisten tut das nicht weh. Allein bei den SVA-Rentnern würden das 1,4 Milliarden Euro im Jahr bringen. So einfach könnte Budgetsanierung sein.

- Ashwien Sankholkar

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