Schuldendienst und Eurokrise

Schuldendienst und Eurokrise

Kurzer Ausflug in die Finanzpolitik. Ein überschuldetes Unternehmen könnte gerettet werden, indem die Gläubiger einem Schuldenschnitt zustimmen. Zum Beispiel könnten Banken und Investoren auf die Hälfte des geliehenen Geldes verzichten. Das im Hinterkopf seien ein paar Zahlen genannt.

Laut dem deutschen „Manager Magazin“ belaufen sich die Schulden von PSA auf 24.880.000.000 Euro. Sprich: 24,9 Milliarden Euro. Bei Fiat sind es 26.040.000.000. Sprich 26 Milliarden.

Die Eurokrise und die Autoindustrie

Der informierte Leser hat gemerkt: diese Schuldenschlaglöcher liegen ausgerechnet im ohnehin angeschlagenen Italien und im finanziell taumelnden Frankreich. Man stelle sich vor, die dortigen Banken müssten die Hälfte dieser Summen abschreiben… Und das ist nur die Autoindustrie. In Spanien gibt es noch die Telefonica (55,1 Milliarden Euro Schulden), in Italien lauert der Energieversorger Enel (56,7 Milliarden Schulden).

Die Ratingagentur Moody´s hat die Schulden der Unternehmen mit deren Gewinn vor Steuern in Relation gesetzt und die angesprochenen Unternehmen auf eine Stufe mit Griechenland gesetzt. Das Problem an diesen Schulden ist, dass praktisch jeder verdiente Euro dazu verwendet werden muss, um Zinsen und Tilgung zu bedienen. Das Lied vom Wachstum ist damit freilich nicht zu singen. Investitionen und neue Produkte bleiben aus, der Abstand zur Konkurrenz wird größer, die Einnahmen sinken.

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