Schau ma mal, dann seh ma schon …

Schau ma mal, dann seh ma schon …

"Ich freue mich, warum auch nicht“, stellte Wolfgang Kos entspannt fest, nachdem Kulturstadtrat Mailath-Pokorny am Mittwoch endlich die Entscheidung für den Verbleib des Wien Museums am Standort Karlsplatz bekannt gab. Überraschung war das keine.

Wien-Museum-Chef Kos wird 2015, wenn der Architekturwettbewerb für die Renovierung und den Erweiterungsbau zum Haerdltgebäude ausgelobt ist, nicht mehr im Amt sein. Er hat bereits 2003, nach seinem Amtsantritt, auf die Raumnot des Wien Museums hingewiesen, 2010 wollte man eine Entscheidung getroffen haben. Nun, 2013 ist sie gefallen. Die Entscheidung ist das Ergebnis eines gründlichen Auswahlprozesses und läge im internationalen Trend des "Urban Renewal“, und sei zudem ein wichtiger Impuls für den gesamten Kunstplatz Karlsplatz, unterstrich Mailath.

68 Liegenschaften wurden für den Standort gescreent, externe Studien beauftragt, die Grundlagen für die Errichtung eines Neubaus erarbeitet, ExpertInnen- und InvestorInnen-Gespräche geführt und internationale Stadtmuseumsprojekte analysiert. Eine gewissenhafte Vorgehensweise, vorbildlich. Und alles, wie man nicht müde wurde zu betonen, im international üblichen Zeitrahmen. Nun gilt es also noch den Gemeinderatsbeschluß einzuholen und die mit 70 bis 100 Millionen Euro skizzierte Finanzierung abzusichern. Schau ma mal, dann seh ma schon. Es bleibt spannend.

- Michaela Knapp

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