Robert Winters Geldtipp der Woche: Zukunftsvorsorge hat wieder Charme

Die gute Nachricht: Laut den vorliegenden Entwürfen zur österreichischen Vermögenszuwachssteuer bleiben die Produkte der staatlich geförderten Zukunftsvorsorge von den nahenden steuerlichen Verschärfungen verschont.

Das verleiht einigen der Produkte, die Fondsgesellschaften und Versicherungen auf den Markt gebracht haben, neuen Charme. Bei der Produktauswahl selbst sollten Anleger jedoch besondere Vorsicht walten lassen, haben doch viele der Zukunftsvorsorge-Vehikel wegen der Kursrückschläge in der Finanzkrise ihr Risikobudget bereits verbraucht. Sie können deshalb auch in Zukunft keine aktive Aktienquote mehr aufbauen und sind somit bei künftigen Kursanstiegen an der Börse nicht mehr dabei.

Ein Fonds, der weiterhin von Kursgewinnen bei Aktien profitiert, ist der Volksbank Austro-Garant (ISIN AT0000647383). Aktuell hat der Fonds, der seit seinem Start im Jahr 2003 einen Gesamtertrag von 49,2 Prozent erzielte (s. Chart), 30 Prozent der Gelder in Dividendenwerte investiert.

Das entspricht gleichzeitig dem maximal möglichen Aktienanteil, den Produkte der staatlich geförderten Zukunftsvorsorge halten dürfen. Zu den Top-Positionen des Volksbank-Fonds zählen derzeit Aktien der Erste Bank, des Mineralölkonzerns OMV und der Telekom. Aufseiten der Anleihen sind Papiere aus Deutschland und Österreich prominent vertreten. Alternativ zum Volksbank Austro-Garant lohnt sich ein Blick auf die Zukunftsvorsorgeprodukte von FinanceLife. Als Gradmesser für die Ertragsstärke kann die erste im Jahr 2003 lancierte Tranche der Produkte namens „Pension & Garantie“ herangezogen werden. Seit seinem Start legte der Spezialfonds knapp über 50 Prozent zu, innerhalb der vergangenen zwölf Monate erreichte der Ertrag rund vier Prozent. Auf dem gleichen Niveau bewegt sich der Gewinn der jüngeren Tranchen der FinanceLife-Produkte.

Einstieg mit Prämie

Wer sich heuer noch entschließt, einen Zukunftsvorsorgevertrag zu unterschreiben, kann bis zu 2.263 Euro einzahlen. Diese Einzahlung wird mit der staatlichen Prämie von neun Prozent oder knapp 204 Euro aufgebessert.

- Robert Winter

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