Robert Winters Geldtipp der Woche: Platz 18 im Ranking der 100 besten Hedgefonds

Der 55-jährige, in New York geborene John Paulson ist schon seit geraumer Zeit die ganz große Nummer im Hedgefondsgeschäft. Im Ranking der 100 besten Hedgefonds 2009, das am 11. Mai vom amerikanischen „Barron’s“-Magazine veröffentlicht wurde, sind gleich zwei Fonds aus der Produktpalette von Paulson top: Der Paulson Advantage Plus belegt in der Dreijahreswertung mit einer durchschnittlichen Jahresrendite von 62,7 Prozent Platz eins, der Paulson Enhanced (jährlich plus 46,8 Prozent seit 2006) schafft es auf Platz vier. Bereits auf Rang 18 des Who’s who der Alter­native-Investments-Branche findet sich mit einem durchschnittlichen jährlichen Ertrag von 24,1 Prozent seit 2006 der smn Diversified Futures Fund (ISIN LU0070804173, Einstieg ab 12.500 Euro) der Investment-Boutique smn, ­deren Vertriebsarm in der Wiener Rotenturmstraße ihren Sitz hat. Besonders im Jahr 2008, als durch die stark ausgeprägten Trends an den Terminmärkten bei Futures-Fonds hohe Erträge möglich waren, machte der smn-Fonds mit einem Wertzuwachs von 58,3 Prozent enorm viel ­Boden gut.

Absicherung gegen Börsenverluste  
Für einen Einstieg in einen guten Futures-Fonds spricht, dass die Investments eines solchen Produkts breit gestreut sind. Die Fondsmanager des smn Diversified Futures Fund halten unter dem Einsatz von Computerprogrammen auf rund 100 Terminmärkten Ausschau nach ertragsträchtigen Anlagechancen. Dabei werden Wetten auf die zukünftige Preisentwicklung von Rohstoffen, Währungen, Zinsen und auch ­Aktienindizes abgeschlossen. So wirkten sich etwa im Vorjahr die stark ausgeprägten Preistrends von Öl sowie beim Währungspaar Euro/Dollar beim smn Diversified Futures Fund sehr positiv aus. Zusätzlich konnten sich Anleger, die den Fonds bereits längere Zeit in ihrem gestreuten Depot haben, darüber freuen, dass der Futures-Fonds die heftigen ­Verluste, die die Börsen 2008 einfuhren, zumindest teilweise abfedern konnte.

Rückschläge
Die guten Ergebnisse sollen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass bei riskanten Futures-Fonds auch Phasen mit starken Rückschlägen möglich sind. So hat der smn Diversified Futures, der in Österreich seit Mitte März 1997 erhältlich ist, in seiner schwächsten Phase insgesamt 29,1 Prozent an Wert verloren. Dass es rasch bergab gehen kann, belegt auch die Zwischenbilanz von 2009: Zwischen Jänner und Ende April gab das Depot um 12,8 Prozent nach. Nichtsdestotrotz bleibt die Rendite des Fonds seit dem Start vor mehr als zwölf Jahren mit durchschnittlich 10,3 Prozent jährlich klar im grünen Bereich. Wie Platz 18 im „Barron’s“-Ranking, in dem Fonds mit einem Volumen von mindestens 300 Millionen Dollar bewertet sind, belegt, sind selbst mit einem überschaubaren Team – die smn-Gruppe beschäftigt 33 Mitarbeiter – gute Ergebnisse möglich. Während US-Hedgefondsmanager Paulson 2008 mittels ­exklusiven Beratervertrags den ehe­maligen US-Notenbank-Präsidenten Alan Greenspan an Bord holte, stehen derlei prominente Verpflichtungen bei smn nicht zur Diskussion.

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