Robert Winters Geldtipp der Woche: Fonds-manager Matejka will wie Mozart aufgeigen

Jahrelang galt Wolfgang Matejka als der wohl beste Manager eines Österreichaktienfonds. Zur Erinnerung: Bis zu seinem Ausstieg als Aktienchef der Meinl Bank im Juni 2009 sorgte Matejka als Mastermind des Meinl Equity Austria für erstklassige Renditen.

Noch früher erwirtschaftete der heute 48-Jährige beachtliche Gewinne mit den Aktienportfolios der österreichischen Allianz-Versicherung. Ab sofort können Fondsanleger wieder seine Expertise nutzen. Im neuen Österreich-Fonds namens Mozart One (ISIN AT0000A0KLE8) geht der Börsenkenner nun unter eigener Ägide an den Start. Wobei der Namenspatron Mozart den Österreich-Bezug signalisieren soll, außerdem trug das Musikgenie den gleichen Vornamen wie der Fondsmanager.

Telekom Austria und Wienerberger

Seit dem 10. September ist der Fonds aktiv, die größten Schwergewichte im Startportfolio sind Telekom Austria, Wienerberger, Mayr-Melnhof und Semperit. Matejka würde auch gerne Technologietitel ins Depot holen, allerdings sind diese an der Börse Wien dünn gesät. Deshalb hat er den Mozart-Fonds neben der Leiterplattenaktie AT&S auch mit deutschen Hightech-Werten bestückt. Dazu gehören Realtime Technology, ein Spezialist für 3D-Visualisierungen, sowie RIB Software, die Planungssoftware für die größten Bauunternehmer der Welt programmiert. Hauptkunde von RIB ist China, deshalb ist auch eine Aktiennotiz in Hongkong geplant.

Der Deutschland-Aktienanteil beträgt derzeit zehn Prozent. Generell will Matejka rund 80 Prozent des Fonds mit Österreich-Aktien bestücken. Die restlichen 20 Prozent des Geldes können in Cash, Unternehmensanleihen oder ausländischen Aktien investiert werden. In kritischen Börsenphasen will Matejka das Fondsvermögen durch Absicherungsstrategien vor schmerzlichen Verlusten bewahren.

Der Ausgabeaufschlag des Fonds, der mit 100 Euro pro Anteil gestartet ist, beträgt fünf Prozent, die jährliche Managementgebühr 1,5 Prozent. Formell liegt der Fonds bei der Semper Constantia.

Übrigens: Ab November ist Matejka auch wieder für den Meinl Equity Austria als externer Fondsmanager zuständig. Offene Frage: Welcher Fonds wird dann besser laufen?

winter.robert@format.at

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