Martin Kwaukas Geldtipp der Woche: So sorgen Sie in China für den Ruhestand vor

Künftige Pensionäre werden die Zeche für die aktuelle Finanzkrise zahlen. Wenn die Staaten anfangen, die riesigen Schuldenberge abzutragen, wird der Sozialbereich zu den Hauptverlierern zählen. Dazu kommt die seit langem tickende Zeitbombe der zunehmenden Überalterung. Das Einzige, was die sich leerenden Rentenkassen halbwegs auffüllen könnte, wäre ein kräftiges Wirtschaftswachstum. Doch davon ist in Europa weit und breit nichts zu sehen.

Auch Zusatzpensionen bleiben zurück Um die private und die betriebliche Pensionssäule steht es nicht viel besser. Die Gewinnbeteiligung der klassischen Lebensversicherung ist so niedrig, dass nach Abzug der Kosten gerade einmal die Kaufkraft der eingezahlten Prämien gesichert ist. Auch bei den Pensionskassen kommt viel weniger heraus als erwartet. Hauptproblem ist dort die Konzentration der Investments auf die etablierten Börsen Europas und der USA, wo in den vergangenen zehn Jahren nichts zu holen war. Angesichts der Spätfolgen der Wirtschaftskrise sind die Perspektiven der etablierten Börsen auch für die nächsten zehn Jahre deutlich getrübt. Der einzig sinnvolle Ausweg ist, dort für den Ruhestand vorzusorgen, wo die Wirtschaft noch wächst und die Zahl der Pensionisten gering ist – also zum Beispiel in China. Das ist mit regelmäßigen Einzahlungen in Aktienfonds ganz einfach möglich. Wer vor 20 Jahren begonnen hat, monatlich in den Baring Hong Kong China zu investieren, hat heute seinen Einsatz mehr als verfünffacht).

Auch die nächsten Jahre bieten spektakuläre Aussichten
Das Reich der Mitte dürfte heuer von Japan den Platz als zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Erde übernehmen. 2027 könnte dann laut Schätzungen von Goldman-Sachs-Chefökonom Jim O’Neill sogar die USA als Wirtschaftsmacht Nummer eins abgelöst werden. Das ist keine Utopie, ­angesichts des aktuellen Wachstums­tempos könnte China noch schneller zum Überholen ansetzen. Klar ist, dass die Austro-Pensionen in Zukunft mager ausfallen werden. Eine an den Zukunftsbörsen angesparte „Pekingrente“ ist die vielversprechendste Methode, das persönliche Alterskonto aufzufetten.

Nicht alles Geld rein auf China konzentrieren
Zwar ist China schon wegen seiner enormen Größe der überragende Wachstumsmotor der Welt. Im Gefolge steigen aber auch andere Staaten zu ökonomischen Giganten auf. Das Quartett der BRIC-Staaten aus Brasilien, Russland, Indien und China wird Laut O’Neill in spätestens 40 Jahren das gemeinsame Bruttoinlandsprodukt der G-6-Staaten USA, Japan, Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Italien übertreffen.Wie man das Geld genau investiert, ist nicht entscheidend. Wichtig ist nur, dass ein großer Teil des künftigen Pensionskapitals an den aufstrebenden Börsen der Welt erarbeitet wird. Man kann das Geld in Fonds für einzelne Schwellenländer oder für ganze Regionen investieren. Es gibt auch Fonds, die sich speziell auf die BRIC-Staaten konzentrieren. Beispiele sind das Goldman Sachs BRICs Portfolio (ISIN LU0234577095), das die vier Länder genau nach Index gewichtet. Flexibler in der jeweiligen Länderpositionierung ist der HSBC BRIC Markets (LU0254981946).

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