Martin Kwaukas Geldtipp der Woche: In zwei Minuten Einblick in Ihr Pensionskonto

Millionen Österreicher haben ein Konto, dessen Guthaben sie noch nie überprüft haben. Die Rede ist vom staatlichen Pensionskonto, das jeder Arbeitnehmer oder Selbständige hat, der ab dem 1. Jänner 1955 geboren ist.

In jedem Jahr, in dem Sozialversicherungsbeiträge geleistet werden, steigt der Kontostand. Das Funktionsprinzip: Wer zum Beispiel mit seinem Gehalt ein Jahr lang die Höchstbeitragsgrundlage von derzeit 4.110 Euro im Monat erreicht, bekommt eine maximale Gutschrift von 73,16 Euro für die künftige Pension, die 14-mal im Jahr ausgezahlt wird. Wer ein Jahr lang 2.000 Euro brutto im Monat verdient, bekommt dementsprechend später für diesen Zeitraum 35,60 Euro Rente. Alle Jahresgutschriften werden addiert und jährlich aufgewertet.

Eine einfache E-Mail reicht

Obwohl das Pensionskonto ein zentraler Baustein in der staatlichen Altersvorsorge ist, wird der Kontostand nicht automatisch mitgeteilt. Selbst um die Existenz des Pensionskontos wird vonseiten der Pensionsversicherungen ziemliche Geheimniskrämerei betrieben. Offensichtlich fürchtet man den Aufwand für die jährliche Information an den Kunden. Doch das muss sich niemand gefallen lassen: Man kann sich jederzeit bei der zuständigen Sozialversicherung nach dem aktuellen Stand erkundigen. Der einfachste Weg ist eine E-Mail unter Angabe von Namen, Adresse und Sozialversicherungsnummer.

Für Angestellte und Arbeiter lautet die E-Mail-Adresse der Pensionsversicherungsanstalt pva@ pva.sozvers.at , die gewerbliche Sozialversicherung SVA erreicht man unter pension@svagw.at . Die Mitteilung über den Kontostand wird dann an die vorgemerkte Adresse verschickt. Tipp: Bitten Sie in Ihrer Mail, dass Ihnen auch künftig jährlich ein aktualisierter Kontostand zugeschickt wird. Dieser wird dann automatisch im Frühsommer zugesendet, ohne dass man neuerlich aktiv werden muss. Man kann den Kontostand auch selbst mithilfe der sogenannten Bürgerkarte online abrufen. Diese muss allerdings extra beantragt werden, außerdem ist ein spezielles Lesegerät erforderlich, das an den Computer angeschlossen wird.

kwauka.martin@format.at

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