Martin Kwaukas Geldtipp der Woche: Flexibler Mix für jede Wirtschaftsphase

Das eigentliche Erfolgsrezept von Anlegern ist weniger das Händchen für Einzeltitel, sondern der richtige Mix der verschiedenen Anlageklassen von Anleihen bis zu Aktien.

Die optimale Aufteilung ist aber nicht fix, sondern ändert sich je nach dem aktuellen Wirtschaftszyklus. Deshalb sind klassische Mischfonds, die zum Beispiel nahezu konstant mit 50 Prozent Aktien und 50 Prozent Anleihen bestückt sind, nur in Ausnahmefällen gut positioniert. Sie könnte man mit einer Uhr vergleichen, die auf 12 Uhr stehen geblieben ist, aber immerhin zweimal am Tag die richtige Zeit anzeigt. Die Volksbank setzt mit dem neuen Mischfonds Asset Navigator Pure (AT0000A04KW0) auf ein deutlich flexibleres Produkt mit obendrein interessanten Zutaten.

Aktuell 62 Prozent Aktien

Fondsmanager Claudio Gligo ermittelt anhand von Kennzahlen, in welcher Phase sich die Wirtschaft befindet, und legt dementsprechend die Aufteilung des Fonds fest. Für jede der vier Grundphasen von Aufschwung, Boom, Abschwung bis zur Rezession gibt es einen vordefinierten Korb von Investment-Bausteinen. Aktuell ist der Fonds zu 35 Prozent in einem Weltaktienmix investiert, weitere 27 Prozent entfallen auf Aktien von Schwellenländern. Neun Prozent sind Staatsanleihen, elf Prozent Rohstoffe und acht Prozent Cash. Der Rest ist in Managed-Future-Fonds investiert, die auf steigende und fallende Kurse von Rohstoffen, Währungen oder Zinsen setzen. Vorteil dieser Beimischung: Future-Fonds können prinzipiell bei jedem Börsenwetter Geld verdienen und sind oft besonders erfolgreich in längeren Crashphasen. Prinzipiell gehört auch Gold zum Anlagespektrum des Navigator-Fonds, es ist aber derzeit mit null gewichtet.

Der Fonds ist zu neu, um einen tatsächlichen Erfolgsbeweis liefern zu können. In einem Test des Fondskonzepts über die vergangenen Jahre rückreichend bis 1988 hat sich das Fondskonzept aber als erstaunlich ertragreich erwiesen: Wer damals nach dem Volksbank-Schema investiert hätte, hätte den Einsatz inzwischen gut versechsfacht. Solch theoretische Rückrechnungen sind immer mit erheblicher Vorsicht zu genießen. Auf jeden Fall ist der Fonds durch seine flexible Konzeption gut auf turbulente Börsenzeiten vorbereitet.

- Martin Kwauka

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