Martin Kwaukas Geldtipp der Woche: Ein heißes Eisen für chinesische Aktien

China bleibt auch in der Wirtschaftskrise auf Wachstumskurs. Heuer ist zwar ein leichter Rückgang auf acht Prozent zu erwarten. Für die darauf folgenden zehn Jahre hält Jim O’Neill, Chefökonom von Goldman Sachs, aber ein anhaltendes Wirtschaftswachstum von zehn Prozent per annum für möglich ( siehe Interview ). Das hieße, dass sich das chinesische Bruttoinlandsprodukt in nur sieben Jahren verdoppeln würde. Chinas Wirtschaftsleistung kann sich in sieben Jahren verdoppeln. Die Gewinne der chinesischen Aktiengesellschaften dürften noch wesentlich rasanter zulegen. Deswegen sollte jeder Anleger zumindest einen kleinen Teil seines Kapitals in der Boomzone der Weltwirtschaft investieren.

Gewinnbringende Fonds
Der heuer ertragreichste Fonds ist der Henderson Horizon China (ISIN LU0327786827), der auf Eurobasis seit Jahresbeginn 87,2 Prozent Plus erzielt hat. Der erst Anfang 2008 aufgelegte Fonds reagiert sowohl in Aufwärts- als auch in Abwärtsphasen extremer als die Konkurrenz. Eine Ursache für die erhöhten Ertragsschwankungen dürfte die Strategie sein, bis zu 150 Prozent des Fondsvolumens „long“ zu investieren und dafür bei bis zu 50 Prozent Aktien „short“ zu gehen. Unter dem Strich ist der Fonds dann zu rund 100 Prozent investiert. ­Momentan ist er in Taiwan und generell bei Versorgern short und in China und Hongkong sowie Finanztiteln long. Wem der Henderson-Fonds noch zu jung ist, kann stattdessen zum Invesco PRC mit der ISIN IE0003583568, zum Baring Hong Kong China (IE0004866889) oder zum Fidelity China Focus (LU0173614495) greifen. Natürlich sind auch diese China-Fonds riskant – noch riskanter ist es aber, den Aufstieg der Supermacht China ganz zu verpassen.

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