Martin Kwaukas Geldtipp der Woche: Die Erfolgsrezepte der Reichen dieser Welt

Krise, welche Krise? Die Gutbetuchten haben den Crash der Finanzmärkte längst abgehakt. Laut aktuellem World Wealth Report 2010 von Capgemini und Merrill Lynch stieg das Vermögen der Millionäre weltweit im vergangenen Jahr um 18,9 Prozent auf 39.000 Milliarden Dollar.

Die Superreichen mit mehr als 30 Millionen auf der hohen Kante vermehrten ihr Geld sogar um 21,5 Prozent. Da stellt sich natürlich für manchen Normalsterblichen, dessen Sparguthaben stagnierte, die Frage: Was können die, was ich nicht kann?

Mehr Aktien – weniger Cash.  Die naheliegende Antwort wäre, dass die Reichen mehr Startkapital haben. Das ist natürlich richtig, spielt aber keine große Rolle. Entscheidend ist, wie das Geld angelegt wird. Auch ein Multimillionär, der sein Geld täglich fällig bei einem Prozent Zinsen versauern lässt, ist am Ende des Jahres unter Berücksichtigung von Steuern und Inflation ein bisschen ärmer geworden.

Da auch Millionäre nicht gerne ­verlieren, haben sie ihren Cash-Anteil im vorigen Jahr kräftig zurückgefahren und stattdessen den Aktienanteil auf
29 Prozent aufgestockt. Das war der Schlüsselfaktor für ihre zweistelligen Vermögenszuwächse. Doch die Reichen wollen noch mehr. Laut Millionärs-­Report beabsichtigen sie, ihre Aktienquote im kommenden Jahr weiter auf 35 Prozent aufzustocken.

Auffallend ist weiters, dass ein immer größerer Anteil des Vermögens ­außerhalb des eigenen Kontinents investiert wird. Europas Millionäre ließen im Vorjahr 41 Prozent ihres Geldes in Übersee arbeiten, sechs Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor.

Bleibt noch die Frage, wo das Geld am besten hinverfrachtet werden sollte. Die Studie gibt auch hier klare Hinweise. Bei weitem am stärksten stieg die Zahl der Millionäre in Asien. Im asiatisch-pazifischen Raum ist jetzt auch mit insgesamt 9.700 Milliarden Dollar mehr Geld bei den Reichen gebunkert als in Europa, das mit 9.500 Milliarden ins Hintertreffen geriet.

Das liegt nicht zuletzt am Boom der Fernost-Börsen. Wer die neureichen Asiaten nicht weiter tatenlos davonziehen lassen will, sollte sich den Volksbank Pacific Invest (ISIN AT0000855838) näher anschauen. Mit einem Fünfjahresertrag von insgesamt 63,2 Prozent ist der von Ulrich Baumann verwaltete Fonds das ertragreichste Produkt unter den Asienfonds, die auch Japan berücksichtigen. Schwerpunkt im Fonds ist China mit 25 Prozent vor Japan (21 Prozent), Korea (13 Prozent) und Australien (11 Prozent). Im Jahr 2009 gewann der Fonds 55,9 Prozent. Heuer kamen schon 18,9 Prozent dazu. Da ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis die Fondseigentümer selbst im World Wealth Report auftauchen …

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