Martin Kwaukas Geldtipp der Woche: Die beste Chance, Ihr Geld rasch zu verdoppeln

Der Diskonter Bim ist die türkische Antwort auf Hofer und Lidl. Die Zahl der Filialen ist seit dem Start im Jahr 1995 explosionsartig auf über 2.700 gestiegen. Trotz des rasanten Wachstums ist das börsennotierte Unternehmen schuldenfrei, weil der Bim-Chef schon aus Glaubensgründen Krediten skeptisch gegenübersteht. Der Kurs des Aufsteigers hat sich längst vervielfacht – und ist ein gutes Beispiel für das Potenzial, das in vielen Nebenwerten an den Schwellenlandbörsen schlummert. Solche Nebenwerte sind auch das Universum für den JPMorgan Emerging Markets Small Cap Aktienfonds (ISIN LU0318933057). Er setzt nicht auf die bereits bekannten Großkonzerne wie Samsung oder Petrobras, sondern auf weitgehend unbekannte Titel aus der zweiten Reihe. Dafür kann sich die Rendite sehen lassen. In den vergangenen zwölf Monaten vermehrte sich das Vermögen der Anleger um 65 Prozent ( siehe Chart ).

Moderate Bewertung  

Trotz der kraftvollen Börsenrally sind Aktien von Schwellenland-Nebenwerten noch
immer nicht teuer. Auf Basis der geschätzten Gewinne der kommenden zwölf Monate sind die Papiere mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von elf bewertet – angesichts ihrer langfristigen Chancen ist das ziemlich günstig. Beispiele an etablierten Börsen wie der Wall Street zeigen, dass Small Caps langfristig ein höheres Kurspotenzial haben, allerdings muss man dafür zum Teil extreme Kursschwankungen in Kauf nehmen. Bemerkenswert ist, dass Nebenwerte in ganz anderen Branchen tätig sind als die großen Blue Chips. Konsumtitel, Industriewerte und Aktien aus der Computerbranche sind im Small-Cap-Segment überdurchschnittlich vertreten. In den Bereichen Energie, Telekom und Banken findet man sie dagegen kaum, weil hier privatisierte Großkonzerne dominieren.

Auffallend oft handelt es sich bei den Einzelwerten, die im JPMorgan-Fonds vertreten sind, um Familienbetriebe, in denen der Gründer noch eine starke Rolle spielt. Der eindeutige Schwerpunkt des Fonds liegt mit einem Anteil von 38 Prozent in China, gefolgt von Indien und Brasilien. Fazit: Fonds, die sich auf Nebenwerte in Schwellenländern spezialisieren, sind ein neues Anlagesegment. Es gibt keine andere Fondskategorie, die langfristig derart hohe Gewinne verspricht. In extrem guten Phasen kann sich das Geld sogar binnen Jahresfrist verdoppeln. Dafür sind auch die Rückschläge außerordentlich heftig – aber es bestehen gute Chancen, Verluste rasch wieder aufzuholen.

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