Martin Kwaukas Geldtipp der Woche:
Das Beste aus allen Anleihensegmenten

Noch immer gelten in der Welt der Investmentfonds das relativ sichere Segment der Staatsanleihen und das Universum der riskanteren Hochzinspapiere als völlig getrennte Sphären.

Der Anleihen-Dachfonds Ariqon Konservativ (ISIN AT0000615836) vereint seit 2004 alle Anleihenvarianten in einem Produkt – und das mit beachtlichem Erfolg. Aus 10.000 Euro zum Startzeitpunkt August 2004 wurde bis Ende Jänner 2010 ein Betrag von 14.105 Euro. Zum Vergleich: Mit einem breit gestreuten Euro-Anleihenfonds hätte sich das Kapital im selben Zeitraum nur auf 11.635 Euro vermehrt. Beide Werte sind vor KESt gerechnet. Allerdings ist die KESt-Belastung im Ariqon Konservativ durchaus zu verschmerzen, weil der Großteil der Rendite auf Kursgewinnen der Anleihen beruht. Im Jahr 2009, das für den Ariqon-Fonds mit einem Plus von 15,9 Prozent besonders erfreulich verlief, lag der KESt-Abzug bei lediglich 0,66 Prozentpunkten.

Computergesteuerter Mix
Fondsmanager Michael Hanak wechselt die Quoten der einzelnen Anleihenfonds-Segmente mithilfe eines eigens konzipierten Computermodells, das auf Änderungen der Volatilität, also der Schwankungsintensität, der Anleihenkurse reagiert. Aktuell sind etwa 20 Prozent in Staatsanleihenfonds investiert, 22 Prozent in Fonds mit soliden Unternehmensanleihen und 20 Prozent in riskantere High-Yield-Fonds. Dazu stecken 18 Prozent in Schwellenland-Anleihenfonds, der Rest in Wandelanleihenfonds und Cash. Obwohl die einzelnen Fondssegmente in den vergangenen Jahren kräftig schwankten, hat der Hanak-Fonds bisher alle Turbulenzen ohne größere Rückschläge überstanden. Der maximale Rückschlag von einem jemals erreichten Höchstkurs betrug 3,5 Prozent. Dieser Maximal-Rückschlag ist nicht höher als der eines durchschnittlichen Euro-Staatsanleihenfonds. Übrigens: Hanak hütet den Fonds wie seinen Augapfel: 80 Prozent seines eigenen Vermögens stecken in dem Produkt.

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