Martin Kwaukas Geldtipp der Woche:
Dach-Hedgefonds mit einer Prise Afrika

Hedgefonds haben schwere Zeiten hinter sich. Ein großer Teil der Dach-Hedgefonds, die in Österreich an ein breites Publikum verkauft werden, hat demgemäß die Finanzkrise nicht oder nur mit kräftigen Blessuren überlebt.

Der Espa Alternative Multistrategie (ISIN AT0000495114) ist trotzdem einen Blick wert. Zwar musste auch dieser Dach-Hedgefonds nach Jahren mit zweistelligen Gewinnen im Jahr 2008 hohe Verluste verbuchen, es wurden aber alle Tretminen wie die Madoff-Fonds vermieden. Seit 2009 ist der Fonds erneut auf Kurs, es wurde wieder ein positiver Ertrag von 5,6 Prozent erzielt.

Zehn Prozent Afrika
Fondsmanager ist Christoph Kampitsch, der bei der Erste Bank für den gesamten Bereich Alternative Investments verantwortlich ist. Kampitsch und sein Team suchen weltweit nach Chancen, wobei die Teilfonds ein gewisses Mindestmaß an Konservativität einhalten müssen, um die Ertragsschwankungen im Rahmen zu halten. Das Ertragsziel sind zehn Prozent pro Jahr. Insgesamt ist der Fonds derzeit mit 94 Millionen Euro in 16 Teilfonds investiert. Eine der vielversprechendsten Regionen ist für Kampitsch derzeit Afrika, insbesondere Nigeria und Südafrika. Dort sind zusammen zehn Prozent des Fondsvolumens veranlagt.

Als kleine Beimischung empfohlen
Im Bereich der Futurefonds werden Produkte bevorzugt, die mittelfristige oder kürzere Trends aufspüren, weil Produkte mit zu langen Reaktionszeiten angesichts der immer volatileren Börsen Probleme bekommen. Im Segment der Fonds, die sich auf Sondersituationen spezialisiert haben, hofft Kampitsch auf das Eintreffen von Übernahmewetten der Einzelfonds. Fazit: Aktiv gemanagte Dach-Hedgefonds wie der Espa Alternative Multistrategie eignen sich als kleine Beimischung auch für Normalanleger. Der Einstieg ist theoretisch ab einem Anteil zum Preis von aktuell 98 Euro möglich.

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