Martin Kwaukas Geldtipp der Woche: China auf dem Weg zum weltgrößten Aktienmarkt

Noch ist die New Yorker Wall Street die Leitbörse der Welt. In 20 Jahren könnte es bereits Shanghai sein.

Jedenfalls prognostiziert die US-Investmentbank Goldman Sachs in einer aufsehenerregenden neuen Studie, dass der Anteil der chinesischen Aktien am weltweiten Börsenwert von derzeit 11 Prozent bis zum Jahr 2030 auf 28 Prozent steigt. Die Quote der US-Aktien sinkt im Gegenzug in den nächsten beiden Dekaden von heute 32 auf 23 Prozent. Falls sich diese Prophezeiung nur halbwegs bewahrheitet, sind chinesische Aktien ein Muss-Bestandteil in jedem Depot.

Immobilienproblem überschätzt

Trotz der ausgezeichneten Langfristperspektive warten aber viele Investoren immer noch ab. Der Hauptgrund ist die Sorge um eine Immobilienblase im Reich der Mitte. Tatsächlich zeigten sich bereits heuer im Frühjahr Zeichen einer Überhitzung, die chinesische Regierung bremste den Boom aber durch Kreditbeschränkungen. Jetzt sieht Thomas Gerhardt, der Schwellenlandexperte der Deutsche-Bank-Fondsgesellschaft DWS, den Immobilienmarkt bereits nahe einer weichen Landung.

Das würde einen guten Zeitpunkt zum Einstieg in chinesische Aktien ergeben. Ein empfehlenswerter Fonds für China-Aktien ist der First State Greater China Growth (ISIN GB0033874107), der das Fondsvermögen der Anleger seit Anfang 2006 mehr als verdoppelte und damit deutlich besser abschnitt als der Durchschnitt gleichartiger Produkte. Der Fonds legt nicht nur in der Volksrepublik an, sondern auch in Hongkong und Taiwan und streut damit das Risiko.

- Martin Kwauka

Kommentar

Standpunkte

Arne Johannsen: Erst die Pleite, dann das Dilemma

Kommentar

Standpunkte

Miriam Koch: Arbeitsmarkt, Ziegen, Roboter und wir

Standpunkte

Robert Hartlauer: Wie die Kleinen Händler den Großen Paroli bieten