Martin Kwaukas Geldtipp der Woche: Bis zu fünf Jahre Zeit bis zur nächsten Blase

Wo lauert die nächste Blase? Und wann kommt sie? Das sind die Kernfragen, die Anleger und auch Notenbanker derzeit intensiv beschäftigen. Für Willem Buiter, Chefökonom der Citibank, gibt es einen klaren Favoriten: die Schwellenländer.

Das ist aber für ihn eine durchaus gute Nachricht. Börsenblasen brauchen nämlich einige Zeit, um zu wachsen, bevor sie platzen. Buiter im Gespräch mit FORMAT: „Ich würde mich nicht wundern, wenn es in drei bis fünf Jahren so weit ist, das ist die übliche Frist für derartige Entwicklungen. Angesichts der aktuellen Wachstumsraten könnten die Schwellenländer in fünf Jahren bereits 50 Prozent der Weltwirtschaft bilden. Und bis dahin ist eine wunderbare Zeit, um Geld zu verdienen. Die Voraussetzung ist natürlich, dass man auch rechtzeitig wieder aus den Investments herauskommt.“

Ein Turbo für das Depot
Es spricht vieles dafür, dass Citibanker Buiter richtig liegt. Schließlich werden sich immer mehr Anleger angesichts der eher mageren Aussichten für die etablierten Börsen den Schwellenländern zuwenden. Ein guter Fonds für die Exotenmärkte ist der Raiffeisen-EmergingMarkets-Aktien (ISIN AT0000796412). Der Raiffeisenfonds hat sich besonders seit Anfang 2009 hervorragend entwickelt. Im Vorjahr verfehlte der Fonds mit einem Plus von 99,7 Prozent nur ganz knapp ein dreistelliges Ergebnis und erzielte fast 30 Prozent mehr Ertrag als vergleich­bare Schwellenländer-Depots (siehe ­ Grafik ) . In den vergangenen fünf Jahren waren im Schnitt 14,9 Prozent zu verdienen. Der Fonds ist weltweit breit gestreut. Knapp die Hälfte ist in Asien investiert, jeweils 19 Prozent in Osteuropa und Lateinamerika und immerhin 12 in Afrika. Zu den größten Titeln gehören die Telecom Argentina, die stark in Schwellenländern vertretene HSBC-Bank und die russische Gazprom.

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