Martin Kwaukas Geldtipp: Genau jetzt ist eine gute Zeit für Fondssparpläne

Wie lange die weltweite Finanzkrise noch dauert, kann derzeit niemand sagen. Optimisten hoffen, dass wir jetzt im März bereits die Tiefstände an den Börsen erreicht haben und dass die Kursindizes schon am Jahresende deutlich höher stehen werden. Auch wenn es bis zur Erholung noch etwas länger dauern sollte, ist die Gefahr, den Wiederanstieg zu verpassen, längst größer als das Risiko, dass die Kurse weiter nachgeben. Und eines ist klar: Wer auf den absolut richtigen Zeitpunkt zum Einstieg wartet, wird mit ziemlicher Gewissheit viel Geld liegen lassen.

Investieren in Etappen
Wesentlich sicherer ist es, in Etappen zu investieren. Die einfachste und letztlich auch erfolgversprechendste Methode in turbulenten Börsenzeiten wie diesen ist der Abschluss eines Fondssparplans. Man baut damit das Investment mit monatlich konstanten Raten langsam auf. Steigen die Börsen, ist man von Anfang an dabei. Fallen die Kurse noch weiter, ist das auch kein Malheur. Man bekommt dann beim nachsten Kauf automatisch mehr Fondsanteile für seine Rate.
Fondssparpläne funktionieren auch in der Praxis wie ein Autopilot. Das zeigt das Beispiel des renommierten Goldminenaktienfonds BlackRock World Gold (ISIN LU0055631609). Wer vor zehn Jahren begonnen hat, in diesem Fonds monatlich 100 Euro anzulegen, hat Ende Februar 2009 bei 12.000 Euro Gesamtinvestment einen Depotstand von 24.188 Euro erreicht (siehe Grafik ). Zum Vergleich: Bei einem Einmalinvestment von 10.000 Euro im gleichen Fonds war zwar noch mehr Ertrag zu erzielen, allerdings war dafür die Entwicklung viel volatiler (siehe Grafik ).

Wie an einer Schnur gezogen
Vor allem in der Anfangsphase erfolgt der Kapitalaufbau im Sparplan fast wie an einer Schnur gezogen. Das gilt nicht nur bei einem Musterbeispiel wie dem BlackRock-Goldfonds, der auf ein gutes Jahrzehnt zurückblicken kann. Auch wenn man gleich in den ersten Monaten in einen heftigen Aktiencrash gerät, wird man mit einem Fondssparplan nicht aus der Bahn geworfen. Erst wenn das angesparte Kapital im Vergleich zu den zusätzlichen Raten schon sehr hoch ist, reagiert auch das Fondssparplan-
Depot sensibel auf Kursausschläge. Diese Schwankungen kann man dadurch dämpfen, dass man in guten Börsenphasen auch einmal Geld auf die sichere Seite bringt.

Breiter Mix als Basis
Bei der Auswahl geeigneter Fonds sollte man nicht zu sehr auf Modethemen setzen. Eine gute Basis ist ein breit gestreuter Aktienfonds, der die ganze Welt abdeckt oder zumindest große Regionen wie Europa. Dazu kann man dann bei Bedarf noch weitere Fondssparpläne für spezielle Länder oder Branchen abschließen. Zwar kann man mit solchen Nischenthemen die höchsten Erträge erwirtschaften, muss dafür aber auch ein deutlich erhöhtes Risiko in Kauf nehmen. Die Moden ändern sich außerdem auch an den Börsen rasch – wer redet heute noch von Hightech als der wichtigsten Boombranche? Doch ganz gleich, welche Fonds Sie bevorzugen: Warten Sie nicht zu lange mit dem Start.

Kommentar

Standpunkte

Arne Johannsen: Erst die Pleite, dann das Dilemma

Kommentar

Standpunkte

Miriam Koch: Arbeitsmarkt, Ziegen, Roboter und wir

Standpunkte

Robert Hartlauer: Wie die Kleinen Händler den Großen Paroli bieten