Liebe Innen!

Ich weiß, hochgeschätzte Damen, Ihr werdet euch demnächst fürchterlich aufregen. Weil das österreichische Normungsinstitut, das neuerdings "Austrian Standards“ heißt, die Streichung des "Binnen-I“ als Norm empfiehlt...

Liebe Innen!

Ein Angriff auf die gendergerechte Schreibweise. Ihr wärt dann von Amts wegen nicht mehr die werten LeserInnen dieses Magazins, sondern nur noch Teil der FORMAT-Leser. Ehrlich jetzt, ist das wirklich so schlimm? Sagen wir es doch, wie es ist: Einerseits macht das Binnen-I Texte sperriger und damit schwerer lesbar. Das ist für niemanden gut - egal, ob Leser oder Leserin. Und andererseits ist es eher eindimensional, den berechtigten Kampf für die Gleichstellung der Frau auf gendergerechtes Schreiben zu fokussieren. Konzentriert Euch doch auf die Sprengung der Gläsernen Decke, auf die Anhebung der Gehälter von Frauen, auf das Abstellen sexueller Belästigungen und so weiter! Und nicht auf das Kritisieren von Männern wie mir, die auf die Lesbarkeit von Texten achten - und ansonsten die Forderungen der Frauen nach Gleichberechtigung voll unterstützen. Die Sache ist gut und richtig und wichtig. Verfolgt sie! Aber bitte schert Euch weniger um dieses lächerliche Binnen-I.

- Klaus Puchleitner

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