Kwaukas Geldtipp der Woche: Vier Fondsklassiker für Ihr Langfrist-Depot

Die geplante Wertpapier-KESt könnte für Fonds weniger unangenehm ausfallen als bisher bekannt.

Laut dem ersten Gesetzesentwurf sollten die internen Kursgewinne, die im Fonds durch Verkäufe erzielt werden, nach einer Übergangsfrist voll mit der 25-prozentigen KESt belastet werden. Das hätte auch Fonds betroffen, die vor dem Jahreswechsel gekauft wurden. Jetzt zeichnet sich ab, dass der interne KESt-Abzug gelockert wird. Statt 25 Prozent könnten nach aktuellen Überlegungen nur 10 Prozent der Kursgewinne an den Fiskus wandern, und auch dieser Wert wird erst ab dem Jahr 2015 voll kassiert.

Unabhängig davon ist eine zweite Ebene der externen Kursgewinn-Besteuerung für Anleger vorgesehen, die die Fonds ab dem 1. 1. 2011 kaufen und später mit Gewinn verkaufen. Wer die Fonds vor diesem Stichtag im Depot liegen hat, entgeht dieser externen Gewinn-KESt. Das bedeutet kurz gesagt: Derjenige, der jetzt noch rasch Fonds kauft, ist steuerlich erheblich bessergestellt als Anleger, die erst im kommenden Jahr zugreifen.

Basisbausteine für Ihr Depot

Da diese Fonds möglichst lange gehalten werden sollen, empfiehlt sich der Griff zu bewährten Fondsklassikern. Deshalb hier eine Kurzübersicht über Allwetter-Produkte.

• Ein gutes Vehikel für die Börse Frankfurt ist der DWS Deutschland (DE0008490962). In den vergangenen zwölf Monaten erzielte der Fonds ein Plus von 21,8 Prozent.

• Für Wiener Aktien ist der Pioneer Austria Stock (AT0000767736) seit vielen Jahren ein zuverlässiges Investment, die Zwölf-Monats-Rendite beträgt 14,6 Prozent.

• Wer weltweit streuen will, sollte den M&G Global Basics in Erwägung ziehen (GB0030932676, 27,1 Prozent Jahresplus).

• Der Raiffeisen-Eurasien-Aktien (AT0000745872) deckt Staaten wie Indien, China und Russland ab. Seine Jahresbilanz: 33,6 Prozent.

- Martin Kwauka

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