Kwaukas Geldtipp der Woche: So sichern sich Männer noch höhere Privatpensionen

Ab Anfang April sinkt die Garantieverzinsung klassischer Lebensversicherungen von bisher 2,25 Prozent auf glatte 2 Prozent. Wer also derzeit ohnehin plant, eine solche Polizze, etwa einen Er- und Ablebensvertrag, abzuschließen, sollte möglichst vor dem 31. März handeln.

Dann kann noch ohne weiteres rückwirkend eine Versicherung mit einem Stichtag 1. März gewählt werden. So bekommt man auf Dauer eine höhere Versicherungssumme und damit eine attraktivere garantierte Mindestablaufleistung. Die unverbindlich prognostizierte Gesamtauszahlung am Ende der Laufzeit ändert sich allerdings durch die Tarifumstellung nicht – es wird nur bei Verträgen mit Stichtag nach dem 1. April der fixe Teil kleiner und dafür der variable Teil größer. Ganz generell sollte man sich den Abschluss einer klassischen Er- und Ablebensversicherung aber reiflich überlegen. Schon jetzt bieten klassische Polizzen wegen der hohen Kosten kaum mehr als einen Inflationsausgleich. Und bei dem gar nicht so seltenen Fall, dass der Vertrag vorzeitig storniert wird, sind schmerzliche Verluste unvermeidbar.

Unisex-Prämien zuvorkommen

Wirklich interessant ist ein Vertragsstichtag noch heuer im März, wenn ein Mann die Absicht hat, eine klassische Versicherung mit einer Auszahlung des Kapitals in Form einer lebenslangen Rente abzuschließen. So kann er nämlich gleich zweifach profitieren. Erstens erhält man auf Dauer wegen des dann einkalkulierten Mindestzinssatzes von 2,25 Prozent eine höhere garantierte Pension. Außerdem kommt man so einer spätestens 2012 anstehenden Konditionsverschlechterung durch die vom Europäischen Gerichtshof geforderten Unisex-Tarife zuvor. Falls nämlich geschlechtsneutrale Einheitstarife für Frauen und Männer eingeführt werden, sind Letztere zumindest bei Pensionsversicherungen die Verlierer. Wenn ein Kapital verrentet wird, bekommen künftig Männer bei Unisex-Tarifen etwas weniger als bisher ausbezahlt, Frauen dafür etwas mehr.

Derzeit gehört die Grazer Wechselseitige zu den attraktivsten Anbietern klassischer Polizzen, weil die Gewinnbeteiligung mit 4,25 Prozent deutlich höher liegt als bei der Konkurrenz, die generell weniger als 4 Prozent offeriert, teilweise sogar nur 3,25 Prozent. Und 4,25 Prozent bewirken auch bei Rentenpolizzen deutlich höhere Leistungen.

- Martin Kwauka

Kommentar

Standpunkte

Arne Johannsen: Erst die Pleite, dann das Dilemma

Kommentar

Standpunkte

Miriam Koch: Arbeitsmarkt, Ziegen, Roboter und wir

Standpunkte

Robert Hartlauer: Wie die Kleinen Händler den Großen Paroli bieten