Kwaukas Geldtipp der Woche: Lahme Ente oder schnelles Rennpferd?

Bekanntlich schneidet ein Großteil der Fonds schlechter ab als der entsprechende Vergleichsindex. Das spricht nicht generell gegen das Anlegen in Fonds, sondern vor allem gegen die viel zu große Anzahl an mittelmäßigen Produkten, die auf den Markt geworfen werden.

Den Preis dafür zahlen die Kunden – und dieser kann ziemlich hoch ausfallen. Zum Glück kann man mithilfe des Internets sehr einfach feststellen, ob man eine lahme Ente oder ein schnelles Rennpferd im Depot liegen hat und gegebenenfalls den Fonds wechseln. Die Unterschiede zwischen Licht und Schatten sind beträchtlich.

So hätte man mit einem durchschnittlichen Aktienfonds, der in Asien mit Ausnahme von Japan anlegt, in den vergangenen drei Jahren ein Startinvestment von 10.000 Euro auf 16.560 Euro vermehrt. Mit dem Pioneer Asia ex Japan (ISIN LU0119373065) wären es im gleichen Zeitraum nur 13.460 Euro, also 3.100 Euro weniger, geworden. Noch ernüchternder wird das Bild, wenn man den Nachzügler mit den Besten seiner Klasse vergleicht. So hat der Templeton Asian Growth (ISIN LU0229940001) in den vergangenen 36 Monaten den Einsatz mehr als verdoppelt und inzwischen auf 21.580 Euro gesteigert. Solch krasse Unterschiede zeigen: Es lohnt sich, die eigenen Fonds regelmäßig mit anderen zu vergleichen.

So kann man auf www.morningstar.at praktisch alle verfügbaren Fonds mithilfe der Wertpapierkennnummer WKN oder mittels ISIN-Nummer finden. Wenn der Fonds zu einer Gruppe gleichartiger Produkte gehört (was in der Regel der Fall ist), kann man anhand des Kurs-Charts schnell erkennen, ob der eigene Fonds besser oder schlechter als sein Vergleichsmaßstab abschneidet. Als Standard zeigt Morningstar den Kursverlauf der vergangenen 36 Monate. Man kann aber auch auf den Punkt „Charts erweitert“ drücken und einen längeren oder kürzeren Zeitraum einstellen.

- Martin Kwauka

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