Kwaukas Geldtipp der Woche: Immobilien zum halben Wert zu erwerben

Manchmal sind Anleger schwer zu verstehen. Auf der einen Seite gibt es derzeit eine lebhafte Nachfrage nach Immobilien; auf der anderen Seite sind die ohnehin relativ günstigen österreichischen Immo-Aktien im August kräftig unter Druck gekommen.

Derzeit liegen die Börsenkurse fast 50 Prozent unter dem inneren Wert der besessenen Häuser, während andere europäische Immo-Aktien sogar mit einem Aufschlag zum inneren Wert gehandelt werden. Das heißt: Wenn man für 1.000 Euro Aktien kauft, erwirbt man Realitäten im geschätzten Buchwert von fast 2.000 Euro. Weiteres Plus: Die jetzt gerade abgeschlossene Berichtssaison über das 1. Halbjahr 2011 brachte generell erfreuliche Nachrichten.

KESt-frei zum Hausherrn

Mit dem Aktienzertifikat auf den Wiener Immobilienaktien-Index IATX der Erste Bank (ISIN AT0000A0DL07) kauft man mit einem Schlag gleich mehrere Titel. Schwergewicht im IATX ist die Immofinanz mit 36 Prozent, gefolgt von CA Immo (28 Prozent) und conwert (26 Prozent). Den Rest bilden S Immo und die Osteuropa-Hotelaktie Warimpex. Das Besondere am Papier der Erste Bank: Es ist ein Hebelzertifikat, das bei einem Kaufdatum bis Ende September noch jahrelang KESt-frei bleibt (theoretisch bis Ende 2099).

Bei solchen auch Turbozertifikate genannten Bankpapieren wird das Investment gehebelt – im konkreten Fall etwa mit dem Faktor 2. Das bedeutet, dass das Zertifikat um ungefähr 20 Prozent steigt, wenn der IATX 10 Prozent zulegt. Natürlich kann der Hebel auch im gleichen Ausmaß nach unten drehen – bei 50 Prozent IATX-Minus droht sogar der Totalverlust. Vorsichtige Anleger können deshalb das Risiko dadurch begrenzen, dass sie nur die Hälfte des eigentlich geplanten Investments ordern. Beispiel: Wer eigentlich 1.000 Euro investieren wollte, kauft nur um 500 Euro ein.

- Martin Kwauka

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