Kwaukas Geldtipp der Woche: Ihre Spende verdoppeln und sogar vervierfachen

Das Jahresende ist traditionell eine Zeit, in der besonders viel Geld gespendet wird. Es könnte aber noch um einiges mehr sein. Man muss nur den Fiskus mitzahlen lassen.

Spenden an Hunderte anerkannte Empfänger wie die Caritas, die Diakonie oder Licht ins Dunkel können nämlich in voller Höhe von der Steuer abgesetzt werden (Liste unter www.bmf.gv.at ).

Wer zum Beispiel 50 Euro spendet, bekommt je nach Einkommen zwischen 18,25 Euro (Steuersatz 36,5 Prozent) und 25 Euro (Steuersatz: 50 Prozent) mit dem nächsten Jahresausgleich zurück. Man muss nur den Betrag unter dem Formularpunkt „Spenden“ eintragen, und ein paar Tage später erfolgt bereits die Steuergutschrift. Natürlich funktioniert die Rechnung am besten andersherum: Wer eigentlich 50 Euro überweisen wollte, verdoppelt auf 100 Euro und holt sich den Zusatzbetrag vom Finanzamt zurück.

Wüstenrot stockt auf

Die Spende lässt sich sogar noch weiter hebeln. Das Rote Kreuz Salzburg hat im Norden von Sri Lanka einen Kindergarten für vom Bürgerkrieg traumatisierte Kinder eingerichtet. Spenden, die für den Empfänger Österreichisches Rotes Kreuz Salzburg unter dem Kennwort „Sri Lanka“ auf dem Konto mit der Nummer 0500251363 der Salzburger Sparkasse (BLZ 20404) eingehen, werden von Wüstenrot verdoppelt. Wüstenrot-Chefin Susanne Riess: „Das ist heuer unsere Weihnachtsaktion.“ Die Überweisung von zum Beispiel 100 Euro hat also folgenden Doppeleffekt: Erstens kann man den Betrag von der Steuer absetzen und zahlt also im besten Fall netto nur 50 Euro. Zweitens verdoppelt Wüstenrot den Betrag auf 200 Euro.

Eine andere Möglichkeit, das Spendengeld mit Doppelsinn einzusetzen, ist eine Spende an die St. Anna Kinderkrebsforschung in Wien. Wer zum Beispiel in einer Filiale der Bank Austria oder der Erste Bank mindestens 12 Euro spendet (spesenfrei auch für Fremdkunden), kann den Betrag steuerlich verwerten und bekommt noch ein Stoffschwein als Kindergeschenk als Draufgabe.

- Martin Kwauka

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