Kwaukas Geldtipp der Woche: Ein weißer Fleck auf der Landkarte der Anleger

Asiens Investment-Universum von morgen besteht nicht nur aus den beiden Giganten China und Indien. Längst sind im Windschatten weitere wachstumsstarke Staaten wie Indonesien, Malaysia, die Philippinen, Thailand und Vietnam auf dem Vormarsch, die zusammen mit Singapur die Gruppe der Asean-Staaten bilden.

Insgesamt hat diese Wirtschaftszone 600 Millionen und dazu meist junge Einwohner. Nur Indien hat eine vergleichbar ideale Alterspyramide wie die Asean-Staaten. Als Tourismusziel wird die Staatengruppe weltweit nur noch von Frankreich überholt – und es ist angesichts des wachsenden Massenwohlstands in Asien nur noch eine Frage der Zeit, bis man zur Destination Nummer eins aufsteigt. Bei der Produktion von Reis, Naturkautschuk, Palmöl und Shrimps ist die Asean-Zone bereits weltweit die Nummer eins, bei Zucker die Nummer zwei.

Trotzdem sind die Aktien der Asean-Staaten in vielen Depots bisher kaum vertreten. Der Baring ASEAN Frontiers Fonds ( ISIN IE0004868828 ) ist ein gutes Vehikel, um diesen weißen Fleck auf der Anleger-Landkarte zu beseitigen. Fondsmanager Soo Hai Lim betreut den Fonds aus seiner Heimatstadt Singapur, und die dort notierenden Aktien bilden auch mit 31 Prozent des Fondsvolumens das Rückgrat des Depots. Das liegt aber vor allem daran, dass Singapur im Vergleichsindex des Fonds dominiert. Nummer zwei ist Indonesien mit 22 Prozent vor Thailand mit 16 Prozent.

Wende im Dezember

Allerdings hat der Fonds, der in den vergangenen 12 Monaten 23 Prozent Plus erzielte, seit Dezember mit Gegenwind zu kämpfen. Das liegt einerseits daran, dass ganz generell die Börsen der Schwellenländer momentan etwas schwächeln, andererseits drückt der sinkende US-Dollar aus Sicht eines Euroanlegers auf die Performance. Für Langfristanleger ist das aber vor allem eine Gelegenheit, günstig einzukaufen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis des Fonds liegt gemessen an den erwarteten Gewinnen der kommenden 12 Monate bei 14 bis 15, wobei Malaysia-Aktien am teuersten und Thailand-Papiere am günstigsten sind.

- Martin Kwauka

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