Kwaukas Geldtipp der Woche: Australien mit allen Höhen und Tiefen

Wenn der Nestor Australien Fonds () steigt, dann geht wirklich die Post ab. Im Jahr 2009 war er mit 198 Prozent Plus der beste aller in Österreich zugelassenen Fonds.

Auch 2010 gab es mit einem Gewinn von 69 Prozent keinen Grund zum Klagen. Doch die Aggressivität, die der deutsche Fondsmanager Wilhelm Schröder an den Tag legt, hat auch einen Preis: 2008 stürzte der Fonds 75 Prozent ab. Worauf man sich einlässt, zeigt auch die Grafik der Kursentwicklung des Känguru-Fonds: In den guten Jahren bis 2007 hängte er die Konkurrenz der Australien-Aktienfonds um Längen ab, um dann in der Krise sogar kurzfristig hinter die Vergleichsgruppe zurückzufallen. Anschließend setzte der Fonds wieder zu großen Sprüngen an. Insgesamt hat ein Anleger, der Schröder Mitte 2002 den Betrag von 10.000 Euro anvertraute, inzwischen 47.500 Euro am Depot. Mit einem Vergleichsfonds wären es „bloߓ 29.900 Euro gewesen.

Das Drittel-Prinzip

Fondsmanager Schröder, ein gelernter Landwirt und langjähriger Aktienhändler, investiert das Kapital der Anleger in gewisser Weise sogar konservativ, weil er von einem großen Finanzcrash ausgeht. Er meidet deshalb Banken und andere Finanztitel und legt ein Drittel des Fondsvermögens in Goldminenaktien an, ein Drittel in anderen Rohstofftiteln und den Rest in australischen Industrie-Aktien. Schröder ist von seinem Lieblingsland Australien felsenfest überzeugt. Für den Kontinent sprechen die hohe Arbeitsmoral, die im Vergleich zu Europa junge Bevölkerung und die ausgeprägte Aktionärskultur: 45 Prozent der Bevölkerung, mehr als irgendwo sonst auf der Erde, halten Aktien. Außerdem profitiert Australien als Rohstofflieferant vom Boom in Asien und letztlich auch vom Unglück in Japan. Schließlich ist Australien dank der Kohle- und Gasvorkommen der achtgrößte Energieproduzent der Welt.

- Martin Kwauka

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