Kwaukas Geldtipp der Woche: Auf der Suche nach den besten Zinsen der Welt

Typischerweise konzentrieren sich globale Anleihenfonds auf etablierte Schuldner wie die Eurostaaten, die USA und Japan. Das sind alles Adressen, in denen momentan die tiefen Zinsen in einem schlechten Verhältnis zum gestiegenen Risiko stehen. Michael Hasenstab, der Manager des Templeton Global Total Return, lässt deshalb den Blick deutlich weiter streifen.

In seinem Weltanleihenfonds ist derzeit eine schwedische Staatsanleihe die größte Position, gefolgt von zwei Emissionen der Republik Korea und Staatspapieren von Island, Rumänien, Ghana, Argentinien und Australien. Damit die Anleger von den teils heftigen Schwankungen der Währungskurse verschont bleiben, liegt der Fonds auch in einer gegenüber dem Euro kursgesicherten Variante vor (LU0294221097).

Durch die ausgesprochen breite Streuung der Veranlagung auf Staats- und Unternehmensanleihen erspart Hasenstab seinen Investoren die schwierige Entscheidung, in welche Anleihenkategorie man aktuell investieren sollte. Übrigens ist der Fonds des in Kalifornien ansässigen Hasenstab längst kein Geheimtipp mehr: Er zählt mit inzwischen 17 Milliarden Euro Volumen zu den größten Fonds überhaupt.

Der unkonventionelle Veranlagungsstil von Hasenstab, einem der bekanntesten Anleihenmanager der Welt, macht sich bezahlt: Aus 10.000 Euro machte er seit dem Fondsstart im Mai 2007 einen Betrag von 16.253 Euro vor Steuern. Gelegentliche Kursrücksetzer machte Hasenstab in diesem Zeitraum schnell wieder wett. Zum Vergleich: Mit einem durchschnittlichen globalen Anleihenfonds wären es inzwischen nur 12.025 Euro geworden.

- Martin Kwauka

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