Kwaukas Geldtipp der Woche: Auf der Suche nach Übernahmekandidaten

Es gibt wohl kaum ein österreichisches Unternehmen, dessen Hauptversammlung Isabella de Krassny noch nicht besucht (ISIN AT0000A0K1T0) hat seit Start im September 2010 bereits 13,9 Prozent zugelegt. Damit kommt sie ihrem selbst gesteckten Ziel, 15 Prozent Plus per annum zu erwirtschaften, schon ziemlich nahe.

Österreich, Deutschland, Schweiz

Außerdem hat sich de Krassny noch eine zweite anspruchsvolle Messlatte gelegt: Sie will ihren Kunden negative Jahresergebnisse ersparen. Deshalb hält sie je nach Börsenklima bis zu 50 Prozent Cash und gegebenenfalls auch Unternehmensanleihen. Der eigentliche Ertragsfaktor sind Aktien, die spezielle Gelegenheiten sind, wie zum Beispiel Übernahmekandidaten. Dabei beschränkt sie sich auf Kandidaten aus den deutschsprachigen Ländern, weil sie dort das Übernahmerecht genau kennt und außerdem auf Hauptversammlungen auch die Untertöne versteht. So hatte sie rechtzeitig vor dem Übernahmeangebot den deutschen Solartitel Roth & Rau im Depot. Doch nicht immer muss es um Takeover-Kandidaten gehen. So hält sie die OMV, weil sie spottbillig ist, und die deutsche Kupferschmelze Aurubis, weil sie steigende Verarbeitungsspannen erwartet.

De Krassny ist übrigens auch Ideengeber für den Österreich-Aktienfonds der Semper Constantia Privatbank, den SemperShare Austria (AT0000815030). Seit sie Tipps gibt, hat sich der Fonds mit einem 12-Monats-Ergebnis von 18,8 Prozent (Stand Ende April) an die Spitze aller Österreich-Aktienfonds gesetzt.

- Martin Kwauka

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