Infobeton der Sozialversicherung

Die Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft bat ihre mehr als eine halbe Million Versicherten zur Urbefragung.

Auf dem Postweg wollte man wissen, was gut ist, was man besser machen könnte, wo es hakt. Ende September war alles über die Bühne. Was herauskam? Nichts Genaues weiß man nicht. Denn das SVA-Management ummantelt sich mit Informationsbeton, lässt über Beteiligung und Ergebnis der Urbefragung kein Sterbenswort nach draußen dringen.

Natürlich öffnet das Spekulationen Tür und Tor. Vor allem bei den rund 300.000 Einpersonen-Unternehmen, die allesamt SVA-zwangsversichert sind und der Institution generell eher wenig Wohlwollen entgegenbringen. Die wollen nun ihrerseits wissen: War vielleicht die Beteiligung an der Urbefragung gering? Entspricht das Ergebnis nicht den Wünschen des vom Wirtschaftsbund dominierten SVA-Managements? Wird gar an einer Beschönigung gebastelt?

Solange die Sozialversicherung schweigt, überlässt sie das Feld ihren in Sachen Kommunikation professioneller agierenden Widersachern. Etwa der Grünen Wirtschaft – die punktet, indem sie die Informationslücke prompt mit Ergebnissen einer eigenen Umfrage füllt. Die SVA verliert derweil weiter an Image.

- Klaus Puchleitner