In Brüssel ist Microsoft seit Jahren "Nettozahler"

Beim weltgrößten Softwarekonzern kassieren die Brüsseler Wettbewerbshüter gerne Strafen ein.

Einmal ging es um das PC-Betriebssystem, ein anderes Mal um Lizenzgebühren und dann wieder um den Internet-Browser. Ein Marktführer wird halt besonders intensiv beobachtet, das ist auch gut so. 2009 verordnete Brüssel, dass Microsoft den Kunden bei der Betriebssystem-Installation mehr Browser anbieten müsse als die eigene Hausmarke. Das hat Microsoft getan, aber seit Februar 2011 offensichtlich nicht mehr. Logisch, dass die Konkurrenz Alarm schlug.

Angesichts der Marktanteile des Microsoft-Browsers (historischer Tiefststand) auf Tischrechnern und der veränderten Rahmenbedingungen durch mobile Computer und Smartphones (hier kommt Microsoft beim Browser auf nicht einmal ein Prozent) drängt sich der Eindruck auf, dass sich Brüssel nicht nur auf die falschen Monopole konzentriert, sondern dazu auch noch viel zu langsam reagiert. Eine Anmerkung in eigener Sache sei erlaubt: Dieser Kommentar ist keine entgeltliche Einschaltung der Microsoft-Lobbying-Abteilung.

Barbara Mayerl

Kommentar

Standpunkte

Arne Johannsen: Erst die Pleite, dann das Dilemma

Kommentar

Standpunkte

Miriam Koch: Arbeitsmarkt, Ziegen, Roboter und wir

Standpunkte

Robert Hartlauer: Wie die Kleinen Händler den Großen Paroli bieten