Hypokrit Alpe-Adria

Hypokrit Alpe-Adria

Ashwien Sankholkar über das rotschwarze Versagen in der einstigen Haider-Hypo.

Die Hypokrits regieren die Hypo Alpe-Adria. Schon unter Jörg Haider spielte die Heuchelei in der Kärntner Landesbank eine große Rolle. Geldverteilen statt Geldverdienen: Das war die Devise. Parteien, Berater und politiknahe Günstlinge kassierten ohne Ende – und alle auf Rechnung des Steuerzahlers.

Die Bankverstaatlichung Ende 2009 beendete zwar die blau-orange Hypo-Hegemonie. Doch die rotschwarze Kontrolle über die einstige Haider-Hypo hat an der Scheinheiligkeit der Entscheidungsträger nichts geändert.

Das großkoalitionäre Mikado von Werner Faymann und Maria Fekter führt Österreich in ein Finanzfiasko. Die späte Reaktion auf die Vorgaben von Brüssel sind ein aktuelles Beispiel. Die Entscheidungsschwäche im Finanzministerium wird hier besonders deutlich. 2008 bettelte die Hypo erstmals um Staatshilfe. Seither ist bekannt, dass die EU 2013 Ergebnisse sehen will: Von der schrittweisen Abwicklung bis zum Abverkauf, alles wäre möglich. Leider auch das für Österreich typische Herumwurschteln, das die Hypo zum Fass ohne Boden machte. Genau das wollte Brüssel mit der Fünf-Jahres-Frist verhindern. Dass die letzten drei VP-Finanzminister das nicht kapiert haben, ist eine Schande.

Dass Kanzler Faymann Fekters Staatsbanken-Chaos ignoriert, ist politisches Kalkül. Wieso soll er im Wahljahr den politischen Gegner unterstützen?!

Leider geben auch in der Regierung die Hypokriten den Ton an – wie der Umgang mit Milliardengrab Alpe-Adria beweist.

- Ashwien Sankholkar

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