Hilfe, mein Handy ist zu smart für mich

Barbara Mayerl über den Trend, aus Smartphones hochgezüchtete Multitasking-Maschinen zu machen, die ihren Besitzern zu „smart“ zu werden drohen.

Die Gläubigen blickten nach Rom, die Technologie-Jünger nach New York. Habemus Handy – war die Botschaft der Koreaner, als sie am Donnerstag ihr jüngstes Super-Smartphone präsentierten. Samsung schaffte um das S4 einen Hype, den weiland Steve Jobs nicht besser hinbekommen hätte. Die Koreaner sind die Handy-Weltmeister, und ihre Fantasie kennt keine Grenzen, um aus den Geräten Funktionen herauszuholen, von denen die Kunden nicht einmal zu träumen wagten.

Das ist ebenfalls die Jobs-Schule, der die Fantasiebegabtheit der Kunden realistisch einschätzte: Es ist nicht Sache des Kunden, zu wissen, was er will. Stimmt, dafür gibt es geniale Designer. Wer sich die Ratgeber-Foren ansieht, kommt zum Schluss, dass viele Benutzer überfordert sind und viele diese Super-Funktionen gar nicht nützen (können). Wir sind bei den hoch entwickelten Smartphones an einem Punkt angelangt, wo man Usern zum Gerät eigentlich auch schon einschlägige Schulungsmaßnahmen anbieten könnte. Oder sich als Hersteller fragen sollte, ob weniger nicht manchmal mehr wäre. Auf das Betriebssystem-Update für das menschliche Hirn müssen wir leider noch warten.

- Barbara Mayerl

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