Herbert Hacker über das Wulfisch in Wien

Wieso sperrt ein in Wien lebender Hamburger einen kleinen Fischbrötchen-Laden auf? „Weil mir in Wien das Jever-Bier gefehlt hat“, sagt Stephan Wulf, ein aus der Hansestadt stammender Marketingmann und seit einiger Zeit Betreiber des charmanten Lokals Wulfisch.

Das Ding ist winzig. Es befindet sich ganz in der Nähe des Karmelitermarkts und ist bereits nach kürzester Zeit eine zentrale Anlaufstelle für all jene geworden, die an Nordseekrabben, Flusskrebsen, Matjeshering und Mayonnaise Gefallen finden.

Hamburg in Wien. Gute Idee

Doch wunderbare Einfälle werden nicht selten stümperhaft umgesetzt. Das ist im Wulfisch zum Glück nicht der Fall. Denn all die Krabben- und Flusskrebssalate sowie Lachs und Matjes sind ausgezeichnet – egal ob mit Brötchen oder Wraps (crêpesartige Teigfladen), mit Mayonnaise oder pur.

Neu im Angebot ist eine geräucherte Forelle aus dem Gut Dornau für 6 Euro die Portion. Nur wer einen Wulfisch-Spezialteller nimmt, zahlt noch mehr, nämlich 8,50 Euro. Doch das lohnt sich, denn so lässt sich fast das gesamte Angebot auf einfach Weise durchkosten. Alles andere kostet bis zu 5,50 Euro – nicht viel für die Qualität.

Am besten schmecken die diversen Krabbensalate mit Mayonnaise, aber auch die kleinen, grauen Nordsee-Sandgarnelen sind ein Genuss und in dieser Form in Wien kaum zu bekommen.

Zu trinken gibt es einige Weine, Aquavit, Champagner und alkoholfreie Getränke. Selbst der Kaffee ist gut. Und natürlich gibt es Jever-Bier.

NAME: Wulfisch
ADRESSE: 1020 Wien, Haidgasse 5
TELEFON: 01/946 18 75
ÖFFNUNGSZEITEN: Mo.–Fr. 11–20, Sa. 10–15 Uhr
PREISE: von 3 bis 8,50 Euro
WEB: www.wulfisch.at

- Herbert Hacker

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