Herbert Hacker über das 'Cortese' in Wien

Köche wie Neno Treselj sind selten. Unter all jenen, die sich in Wien auf eine südländische Fischküche spezialisiert haben, ist er einer der Besten.

Wir erinnern uns an das legendäre und überaus sympathische Bevanda im fünften Bezirk (heute das asiatische ON), wo Neno lange Jahre eine große Fangemeinde bekochte.

Danach übersiedelte er ins Cinque Terre in der Marc-Aurel-Straße, später kochte er ein paar Schritte weiter im Aurelius. Jetzt hat er wieder ein eigenes Lokal: das „Cortese“ in der Weihburggasse, so manchen vielleicht noch als „La Tavola“ von Fabio Ciacobello in Erinnerung. Neno hat das Restaurant zwar umbauen lassen, die schöne Gewölbestruktur aber ist erhalten geblieben.

Insgesamt ein wunderschönes Lokal in der Innenstadt. Wer Neno kennt, wird sich über die Gestaltung der Speisekarte nicht sonderlich wundern. Es ist jene Art von Küche, die ihm schon immer am liebsten war. Jakobsmuscheln mit mariniertem Sardinenfilet, Steinpilze auf Rucola, Fritto Misto mit Garnelen und Scampi, Risotto mit schwarzer Tinte, gedämpfte Goldbrasse in Weißwein und jede Menge an Gerichten mit Angler und Branzino.

Diesmal hat er auch eine köstliche Bouillabaisse für zwei Personen im Programm, die man allerdings besser vorbestellen sollte, denn die Herstellung dauert etwa 45 Minuten. Und natürlich gibt es jetzt in der beginnenden Trüffelsaison auch herrliche Kreationen mit Trüffeln aus Istrien.

Die Weinauswahl ist noch ziemlich klein, soll aber schon bald erweitert werden. Und das Mittagsmenü ist mit einem Preis von 7,50 bis 14,90 Euro für die Innenstadt ziemlich günstig.

NAME: Cortese
ADRESSE: 1010 Wien, Weihburggasse 3–5
TELEFON: 01/512 06 92
ÖFFNUNGSZEITEN: Mo.–So. 11–23 Uhr (durchgehend Küche)
PREISE: VP 11,50 bis 18,80, HS 18,90 bis 24,90 Euro
WEB: www.cortese.at

- Herbert Hacker

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