Gourmettipp: „Livingstone“ in Wien

Steak essen ist schick geworden – auch in Österreich. Noch nie gab es so viele Steakhäuser, noch nie fanden sich so viele Gerichte mit hochwertigem Fleisch auf den Speisekarten der Restaurants.

Mittlerweile ist auch der Pferdefleisch-Skandal wieder verdaut, und so haben Clubsteak, T-Bone und Dry-Aged-Beef weiterhin Hochsaison.

Zu den besten Steak-Adressen Wiens zählt schon seit einiger Zeit das Livingstone in Wien, das einst ein wenig in Verruf geratene Lokal steht heute besser da denn je. Die Steakauswahl wurde weiter perfektioniert und mit Robert Stark ein kompetenter Sommelier an Bord geholt.

Das Livingstone rühmt sich, in Wien das einzige Lokal zu sein, das Steaks von Wagyu-Rindern im Angebot hat. Das sind jene netten Wiederkäuer, aus denen die Japaner ihr weltberühmtes „Kobe-Beef“ gewinnen. Nur darf das halt nicht in die EU importiert werden, deshalb stammt auch das Fleisch im Livingstone von europäischen Wagyu-Züchtern. Das Filet davon ist wirklich ziemlich gut, dafür muss man aber auch für 100 Gramm 44 Euro hinblättern. Besser fährt man mit einem Filet- oder Rib-Eye-Steak vom „Greater Omaha“-Angus, der Preis ist deutlich günstiger und der Geschmack intensiver. Die Rinder werden in Nebraska drei Monate lang zusätzlich mit Mais gefüttert, daraus ergibt sich der wunderbar nussige Geschmackston.

Es stehen noch unzählige Steak-Varianten von einigen Rinderrassen zur Auswahl, etwa Bio-Dry-Aged-Beef oder verschiedene Cuts vom Herford- und Simmentaler-Rind. Eine Extra-Erwähnung verdient auch der großartige Chiliburger, den man in dieser Qualität lange suchen muss. Herrlich gewürzt, das Fleisch punktgenau gegart. In Sachen Wein wird gerade umgestellt, um zu den Mainstream-Angeboten auch ein wenig ausgefallene Namen in die Karte aufzunehmen.

NAME: Livingstone
ADRESSE: 1010 Wien, Zelinkagasse 4
TELEFON: 01/ 533 33 93
ÖFFNUNGSZEITEN: täglich 17–02 Uhr
PREISE: Vorspeisen bis 20,– Hauptspeisen bis 44,– Euro
WEB: www.livingstone.at

- Herbert Hacker

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