Gewerkschaft bleibt stur um jeden Preis

Gewerkschaft bleibt stur um jeden Preis

Die Gewerkschaft hat wieder Recht bekommen. Der Schlecker-Nachfolger dayli darf sonntags nicht öffnen, die Mitarbeiter müssen nicht arbeiten. Viele von ihnen auch unter der Woche nicht mehr...

Denn jetzt sind 590 Mitarbeiter beim AMS zur Kündigung angemeldet und haben keinen Job mehr. Die Arbeitssuche wird sich schwierig gestalten, denn im Handel gab es zuletzt um 7,5 Prozent mehr Arbeitslose als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Besserung ist keine in Sicht. Die Gewerkschaft täte also gut daran, mehr Flexibilität an den Tag zu legen. Vor allem sollten die Arbeitnehmervertreter der wirtschaftlichen Realität ins Auge blicken, anstatt sich in Sozialromantik zu verlieren.

Ziemlich sicher hätten viele dayli-Beschäftigte lieber zeitweilige Sonntagsarbeit in Kauf genommen, um nicht auf der Straße zu stehen. Aber das erhebt die Gewerkschaft ja nicht. Der freie Sonntag ist ohnehin eine Illusion. Ob Mediziner, die Exekutive, Gastronomen, Schaffner – sie alle arbeiten am Tag des Herrn. Wieso soll man am Sonntag also nicht einkaufen dürfen? Die Läden auf den Bahnhöfen sind zum Bersten voll, die Einkaufsmeilen übrigens auch. Da drücken sich die Konsumenten an den geschlossen Läden die Nasen platt.

- Gabriela Schnabel

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