Gerhard Dörfler hat endlich seinen Platz gefunden

Klaus Puchleitner über Gerhard Dörflers neue Berufung.

Meistens renkt ja das Universum alles ein – und jeder landet über kurz oder lang dort, wo er am besten aufgehoben ist. So kommt nun auch Gerhard Dörflers politische Karriere noch zu einem konkludenten Schlusspunkt.

Kommentatoren hatten dem früheren Kärntner Landeshauptmann ja immer ein gewisses Maß an Bedeutungslosigkeit im überregionalen Sinn attestiert. Zuerst war Dörfler als Landesrat Anhängsel Jörg Haiders, danach als Landeschef Abhängiger von der Gnade der grimmigen Scheuch-Brüder. Allzu selbständiges politisches Gestalten war nie so richtig sein Ding, die Lösung der Kärntner Ortstafelfrage einmal ausgenommen.

Jetzt geht er in den Bundesrat. Jenes Gremium, dessen edelste Aufgabe es ist, Gesetze abzunicken; das Dörfler selbst noch vor einem Jahr abschaffen wollte und das ob seiner Bedeutungslosigkeit auch niemandem gefehlt hätte (außer den Bundesräten). Man kann sagen: Gerhard Dörfler hat endlich den Platz gefunden, der seiner politischen Bedeutung entspricht.

- Klaus Puchleitner

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