Gerers neuer Beraterjob: Herbert Hacker über den "Hexensitz" in der Hinterbrühl

Gut beraten. Ein Landgasthaus setzt zum Höhenflug an. Der Mann am Herd: Josef Hohensinn.

Zunächst die Vorgeschichte: Das Wiener Bristol mit dem Feinschmeckerrestaurant Korso hat sich heuer von seinem langjährigen Küchenchef Reinhard Gerer getrennt. Und wie viele Starköche hat sich auch Gerer jetzt einen Beraterjob zugelegt. Und zwar im Hexensitz in der Hinterbrühl, einem zuletzt schon etwas heruntergewirtschafteten Landgasthaus, das der niederösterreichische Unternehmer Christian Menzel erst kürzlich übernommen hat. Menzel hat neben Gerer aber gleich noch ein paar andere Korso-Profis mit an Bord genommen. Etwa Gerers langjährigen Souschef Josef Hohensinn, der im Hexensitz jetzt als Küchenchef am Herd steht. Und auch im Service stößt der Gast auf alte Bekannte.

Mit der neuen Mannschaft ist der Hexensitz bereits in der ersten Woche deutlich besser als zuletzt, doch kulinarische Höchstleistungen darf man sich noch keine erwarten. Denn dafür muss Menzel erst die Küche völlig umbauen lassen. Das wird erst Anfang des nächsten Jahres der Fall sein, bis dahin läuft unter der Beratung Gerers ein sogenannter Testbetrieb, die offizielle Eröffnung des neuen Hexensitzes ist gar erst für März 2009 geplant.

Doch schon jetzt werden die Gäste mit ganz passablen Gerichten wie gebratener Kalbsstelze, Hexengulasch, gebratener Seezunge, sautierten Kalbsnieren und faschiertem Butterschnitzel versorgt. Mit Reinhard Gerer, wie ihn viele kennen, hat das freilich noch wenig zu tun. Und auch bei der Weinauswahl ist noch viel Luft nach oben.

Name: Hexensitz
Adresse: 2371 Hinterbrühl, Johnannesstr. 35, Tel. 02236/229 37
Preise: Vorspeisen 4-11,50 Euro, Hauptspeisen 12-24 Euro

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