Geldtipp der Woche: Neue Weltordnung der sicheren Zinsen

Was haben Staaten wie Brasilien, Indonesien, Tschechien, Kolumbien und Peru gemeinsam? Die Kreditratings dieser fünf Staaten wurden im vergangenen Jahr hochgestuft und liegen allesamt im soliden Bereich mit einer Note von BBB oder besser.

Insgesamt gab es in allen weltweiten Schwellenländern im Vorjahr zehn Herauf-, jedoch nur fünf Herabstufungen. Ganz anders die Lage in den entwickelten Staaten. Hier weist die desaströse Bilanz 46 Herabstufungen, aber keine einzige Verbesserung auf. Der Aufstieg der Emerging Markets ist freilich keine Eintagsfliege. Seit 1993 haben immer mehr Exoten-Bonds eine solide Bonität, im Fachjargon als "Investment Grade“ bezeichnet, erworben. Derzeit sind es bereits rund 60 Prozent der Staatsanleihen aufstrebender Länder.

Wer sich die Phasenverschiebung auf der weltweiten Landkarte der Schuldner zunutze machen will, findet im J.P.Morgan Emerging Markets Investment Grade Bond Fund (ISIN LU0562246370) einen Anleihenfonds, der nur auf solide Schwellenland-Papiere setzt. Größte Positionen sind Papiere aus Russland (Rating BBB, Staatschuldenquote neun Prozent) und Brasilien (BBB, 55 Prozent Staatsschulden). Übrigens: Beide Länder verfügen gemeinsam über mehr als 750 Milliarden Dollar Devisenreserven.

Mehr Ertrag, weniger Schwankung

Seit dem Start im Dezember 2010 hat der Fonds einen Gesamtgewinn von 11,1 Prozent erzielt und liegt damit auch besser als der Durchschnitt vergleichbarer Produkte. Außerdem hat das Depot dem Kursrückschlag vom Oktober des Vorjahres besser getrotzt als seine Mitbewerber. Die aktuelle Durchschnittsrendite der im Fonds enthaltenen Papiere beträgt 4,1 Prozent. Dazu kommen noch etwa 0,7 Prozent Zusatzertrag durch die Euro-Währungssicherung.

- Robert Winter

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