Früher war das Sommerloch irgendwie größer

Früher war das Sommerloch irgendwie größer

Es gibt verlässliche Indikatoren, die erkennen lassen, dass das Sommerloch da ist. Tiere, die verrückt spielen, wie einst Problembär Bruno oder die störrische Kuh Yvonne, sind dann ständig in den Nachrichten. Das erheitert. Allerdings gehört 2013 ein wenig an den Pranger gestellt...

Außer einer Mückenplage (unbestätigten Gerüchten zu Folge, haben die Biester am Neusiedlersee mittlerweile Schwalbengröße erreicht), gibt die Fauna im Moment nicht viel her. Existieren muss das Sommerloch allerdings schon noch, denn wenn man als Kulturredakteur eines Wirtschaftsmagazins mit dem Auftrag abkommandiert wird, sich doch bitte Gedanken über den Verbleib des Sommerlochs zu machen, ist man mittendrin.

Ein Loch, das es – zumindest im Kulturbereich – leider nicht gibt, denn zwischen Festspielen, Theatersommern, Festivals, Ausstellungen und Neuerscheinungen am Buchmarkt, ist die Terminfülle recht dicht. Hiermit sei also ein ordentliches Sommerloch für den Kulturbetrieb gefordert. Und damit die Kuriosenkabinette der Medien nicht ständig über Wetterkapriolen berichten müssen, sei ein frommer Wunsch gleich mitformuliert: Ist es bitte möglich, dass irgendein Reptilienhalter einen kleinen Komodowaran im Donaukanal aussetzt? Es kann doch nicht sein, dass ein Facebook-Posting von Werner Faymanns Gummibaum – und die prompte Löschung desselben – schon der Höhepunkt war. Wobei, es naht mit dem Wahlkampf der natürliche Feind des Sommerlochs und das kann auch heiter werden. Leider.

- Manfred Gram

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