Frischer Fisch für die Seele: Herbert Hacker über das Lubin im dritten Wiener Bezirk

Was bleibt einem bei dieser Kälte? Hoffen, dass es bald vorbei ist. Oder vom Süden träumen, von einem Restaurant direkt am Strand, wo herrlich einfach gemachter Fisch serviert wird. Nichts Kompliziertes, nur ein gegrillter Fisch eben, mit etwas Gemüse.

Davon zu träumen ist allerdings nicht wirklich sättigend. Bleibt also nur ein Ausweg: der schnelle Besuch eines Fischrestaurants. In Wien sind es vor allem die bekannten kroatischen Lokale, die in einem solchen Fall Abhilfe schaffen können. Bodulo, Kornat, Cinque Terre und wie sie alle heißen. Zu den weniger bekannten zählt hingegen das Lubin im dritten Bezirk. Ein ziemlich unauffälliges Lokal mit einer Einrichtung, die sozusagen weder Fisch noch Fleisch ist.

Kein moderner Designerschuppen, aber auch keine altbackene Fischernetzidylle. Irgendwas dazwischen, eine schlichte Einrichtung eben. Was aus der Küche kommt, ist hingegen wesentlich erfreulicher. Fische und Krustentiere von erstaunlich guter Qualität. Vom Küchenchef Ivan Grubisi einfach, aber gekonnt zubereitet. Gute Seezungen, großartiger Petersfi sch, herrlicher Drachenkopf und frische Scampi. Die Bandbreite der Machart ist überschaubar: gegrillt, gekocht, in der Salzkruste oder in der Alufolie. Weine gibt es nur wenige, aber das spielt keine Rolle. Der Besuch hat in jedem Fall geholfen – um durchzuhalten, bis es wärmer wird.

Name: Lubin
Adresse: 1030 Wien, Hainburger Straße 48, Tel.: 01/713 36 83
Öffnungszeiten: Mo–So 11–15 und 17.30–24 Uhr
Preis: Vorspeisen bis 15, Hauptspeisen bis 18,90 Euro

Kommentar

Standpunkte

Arne Johannsen: Erst die Pleite, dann das Dilemma

Kommentar

Standpunkte

Miriam Koch: Arbeitsmarkt, Ziegen, Roboter und wir

Standpunkte

Robert Hartlauer: Wie die Kleinen Händler den Großen Paroli bieten